Meldungen über mögliche Eingriffe der EU in den Strommarkt sorgten in der Vorwoche für deutliche Unsicherheit bei den Anlegern. Aktien von Versorgern wie E.ON und RWE litten, aber auch die Aktien aus dem regenerativen Bereich, beispielsweise Solar- und Windparkbetreiber wie Encavis. Gestern nun sorgte eine Meldung für etwas Erleichterung. Die RWE-Aktie machte einen deutlichen Sprung nach oben.
Wie die Financial Times berichtet, arbeite die EU-Kommission an einer Begrenzung des Strompreises für Strom, der nicht aus Erdgas erzeugt wird, auf 200 EUR je Megawattstunde. Ist eine Begrenzung grundsätzlich für die Erzeuger negativ zu werten, wäre eine solche Schwelle aber in einem Bereich angesetzt, in dem sich immer noch sehr gut Geld verdienen lässt. Zuletzt kostete die Megawattstunde an den Strombörsen rund 450 EUR. Im vergangenen Jahr lagen die Preise im mittleren zweistelligen EUR-Bereich.
Neben dieser Nachricht sorgte bei RWE aber speziell auch eine Analystenstudie von Goldman Sachs für Rückenwind. Demnach könnte RWE fundamental auf Basis der Forward-Preise für Gas und Strom bei einer vollen Mark-to-Market-Bewertung 595 EUR je Aktie wert sein. Dabei wird unterstellt, dass der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im aktuellen Jahr 20 Milliarden EUR erreichen könnte, was ein Vielfaches der aktuellen Konsensschätzungen der Analysten wäre. Goldman Sachs führte aber auch eine Kalkulation mit einem Strompreisdeckel, in diesem Fall 75 EUR je Megawattstunde, durch. Selbst dann könnte RWE 2023 den Experten zufolge immer noch ein EBITDA von 4,43 Mrd. EUR erzielen. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung von RWE beläuft sich aktuell nur auf gut 27 Mrd. EUR. Die meisten Versorger kalkulierten Goldman-Sachs-Experte Alberto Gandolfi zufolge derzeit nur mit einem Strompreis von 50 Euro je Megawattstunden.
Widerstandsmarken: 41,83 + 42,11 + 43,97 + 46,18 EUR
Unterstützungsmarken: 40,14 + 37,70 + 37,12/36,47 EUR
Aus charttechnischer Sicht ist der gestrige Kurssprung der Aktie schön anzusehen, reicht aber noch nicht aus, um die Abwärtsbewegung im Monat August zu neutralisieren. Als Widerstandszone stellt sich dem Wert der Bereich 41,83 bis 42,11 EUR in den Weg. Darüber wären die Hochs bei 43,97 EUR aus den Monaten Mai und August als massive charttechnische Hürde zu nennen. Überspringt die Aktie diese Barriere, wäre der Weg in Richtung 46,18 EUR frei.
Unterstützungen finden sich dagegen bei 37,70 EUR und im Bereich 37,12 bis 36,47 EUR. Spätestens wenn der Unterstützungsbereich auf 37 EUR fällt, wäre mit Abgaben in Richtung 34,64 EUR zu rechnen.
Anleger, die auf einen Ausbruch zur Oberseite bei dem DAX-Titel setzen möchten, können dies bespielsweise mit den open end Turbo-Bull-Optionsscheinen mit der WKN HW0QRV oder HB88QP tun. Im Falle eines Auslösens des Verkaufssignals bieten sich dagegen Short-Derivate, beispielsweise WKN HB6PNE oder HB3VKA, an.
| Basiswert | WKN | Verkaufspreis in EUR | Basispreis in EUR | Hebel | Letzter Bewertungstag |
|---|---|---|---|---|---|
| RWE | HW0QRV | 1,30 | 27,915 | 3,14 | Open End |
| RWE | HB88QP | 0,59 | 35,035 | 6,96 | Open End |
| Basiswert | WKN | Verkaufspreis in EUR | Basispreis in EUR | Hebel | Letzter Bewertungstag |
|---|---|---|---|---|---|
| RWE | HB6PNE | 1,04 | 50,72 | 3,92 | Open End |
| RWE | HB3VKA | 0,59 | 46,20 | 6,93 | Open End |
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Der Beitrag RWE – Kaufwelle und bald auch Kaufsignal? erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).
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