15.03.17, 11:30

Aluminium: China will Produktion deutlich zurückfahren

Die Ölpreise sind wieder auf dem Rückzug. Gold setzt zu Wochenbeginn seine am vergangenen Freitag gestartete Erholung fort und kehrt über die Marke von 1.200 US-Dollar zurück.

Aluminium: China will Produktion deutlich zurückfahren

Vontobel News

Ölmarkt bleibt einer der unberechenbarsten Rohstoffmärkte

Die Ölpreise sind wieder auf dem Rückzug. Die Sorte Brent notiert über, WTI nun deutlich unter der runden Schwelle von 50 US-Dollar je Barrel. Anfang des Monats handelte die Nordseesorte noch jenseits von 56 US-Dollar und US-Leichtöl kratzte an der 55 US-Dollar-Marke. Im vergangenen November einigte sich das Ölkartell OPEC mit wichtigen Nicht-OPEC-Staaten auf eine Drosselung der Produktion. Seitdem ist der Ölpreis gestiegen und die Förderkürzung nach Umfragen von Reuters und Bloomberg zu mehr als 90 Prozent umgesetzt.

Die Analysten der Commerzbank hatten wiederholt davor gewarnt, dass das vorherige Preisniveau auf töneren Füßen stand. Denn es habe stark auf der Erwartung beruht, dass die OPEC-Kürzungen zu einer schnellen Markteinengung führten. Abgesehen von den umfragebasierten Produktionszahlen deute bislang allerdings wenig darauf hin, dass diese Markteinengung bereits eingesetzt habe, so Rohstoff-Analyst Eugen Weinberg. „Die US-Rohöllagerbestände steigen von Rekord zu Rekord, die chinesischen Rohölimporte lagen im Februar nur knapp unter dem Rekordniveau vom letzten Dezember und die Öllieferungen insbesondere nach Asien sind unverändert“.

Dem OPEC-Deal kommt auch die steigende US-Produktion in die Quere. Nach Angaben der Ölausrüsterfirma Baker Hughes von Ende vergangener Woche ist die Zahl der Bohrlöcher in der Woche zum 4. März auf 617 gestiegen. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres waren es fast 100 weniger. Durch den gestiegenen Ölpreis rentieren sich nun viele Bohrlöcher der Frackingbranche wieder. Die gesamte US-Ölproduktion ist dadurch auf 9,1 Mio. Barrel pro Tag angestiegen, das höchste Niveau seit über einem Jahr. In diesem Jahr könnten die USA zum größten Ölproduzenten der Welt aufsteigen.

Die Gefahr einer noch weitergehenden Preiskorrektur besteht nach wie vor. „Wenn die Märkte den Glauben an die OPEC-Strategie verlieren oder den offiziellen Produktionsmeldungen zu misstrauen beginnen, droht ein regelrechter Absturz des Ölpreises. Wir reden dann nicht über ein Minus von zwei oder drei Dollar je Barrel, sondern über 10 bis 15 Dollar“, sagt Experte Weinberg. Möglicherweise krache der Preis schon im kommenden Sommer auf rund 40 Dollar herunter. Somit stellt sich der Ölmarkt auch weiterhin als einer der unberechenbarsten Rohstoffmärkte dar.

Discount-Zertifikate auf Brent Crude Oil Future

WKN Cap Discount* max. Rendite** Laufzeit Akt. Kaufpreis* Details
VN57CF USD 48,00 12,08% 4,92% 26.07.2017 EUR 42,85
VN5XBA USD 50,00 9,60% 6,31% 26.07.2017 EUR 44,09
VN57CG USD 52,00 7,40% 7,93% 26.07.2017 EUR 45,14
VN57CH USD 55,00 4,84% 11,08% 26.07.2017 EUR 46,40
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Gold profitiert vom schwächeren Dollar

Gold setzt zu Wochenbeginn seine am vergangenen Freitag gestartete Erholung fort und kehrt über die Marke von 1.200 US-Dollar zurück. Unterstützt wurde der Preis des Edelmetalls von einem schwächeren Dollar. Vergangenen Freitag war Gold im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten zeitweise auf 1.195 US-Dollar gefallen. Der offizielle Arbeitsmarktbericht selbst brachte den Goldpreis dann nicht mehr weiter unter Druck, denn trotz starker Beschäftigungszahlen gab der US-Dollar zu Wochenbeginn nach. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, wurden im Februar in den USA außerhalb der Landwirtschaft 235.000 Stellen neu geschaffen. Analysten hatten im Konsens mit einem geringeren Wert von 200.00 gerechnet, nach 238.000 im Januar. Die Arbeitslosenquote sank wie erwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Die US-Dollar-Verluste gehen aktuell hauptsächlich auf das Konto des starken Euro. Marktbeobachter erklären diesen mit Insider-Informationen aus der Europäischen Zentralbank (EZB). Bloomberg hatte berichtet, dass im geldpolitischen Rat der EZB über eine mögliche Zinserhöhung noch vor dem Auslaufen des Anleihe-Kaufprogramms diskutiert worden sei. Die Agentur berief sich auf mehrere EZB-Vertreter, ohne Namen zu nennen. Die EZB hatte vergangenen Donnerstag öffentlich verlautbart, dass eine Zinserhöhung erst einige Zeit nach dem Auslaufen der monatlichen Wertpapierkäufe zu erwarten sei. Der jüngste Preisrückgang von Gold ging der CFTC-Statistik zufolge mit einem Abbau der spekulativen Netto-Long-Positionen einher. Diese wurden in der Woche zum 7. Februar um 21 Prozent auf 90.200 Kontrakte heruntergefahren.

Bonus-Cap Zertifikate auf Gold (Troy Ounce)

WKN Barriere Bonsulevel Bonusrendite Bewertungstag Aktueller Briefkurs* Details
VN7T9V USD 950,00 USD 1.600,00 4,36% 16.03.2018 EUR 143,79
VN7BSJ USD 1.000,00 USD 1.400,00 4,90 % 16.03.2018 EUR 125,15
VN7T9X USD 1.000,00 USD 1.600,00 6,06% 16.03.2018 EUR 141,43
VN7T9Z USD 1.050,00 USD 1.600,00 8,80% 16.03.2018 EUR 137,86
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Aluminium: China will Produktion deutlich zurückfahren

Chinas Premierminister Li Keqiang bekräftigte auf dem Nationalen Volkskongresses die Absicht seiner Regierung, dem Problem der Luftverschmutzung in einigen Provinzen Chinas wieder Herr zu werden. Dazu soll der Schadstoffausstoß in der Grundstoffindustrie deutlich zurückgeführt werden. „Im Blick hat die chinesische Staatsführung dabei insbesondere die Kohle-, Stahl- und Aluminiumproduktion, die gleichzeitig von zum Teil massiven Kapazitätsüberhängen betroffen sind“, schreibt Achim Wittmann, Investmentanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). „Nachdem sich dem ursprünglich aus dem chinesischen Ministerium für Umweltschutz kommenden Vorschlag zwischenzeitlich auch andere wichtige Ministerien angeschlossen haben, folgte jedoch nun die offizielle Anordnung der chinesischen Staatsführung an die Produzenten, die geplanten Stilllegungen der Produktion umzusetzen“. So sollten in den betroffenen Provinzen Henan, Shandong, Shanxi und Hebei die Aluminiumkapazitäten in den Wintermonaten 2017/18 um 30 Prozent reduziert werden. Die vier Provinzen stünden zusammen für Kapazitäten von rund elf Millionen Tonnen Aluminium pro Jahr. Lege man einen Zeitraum von vier Monaten zugrunde, entspräche die geplante Kapazitätsreduzierung einer Produktionsmenge von 1,1 Millionen Tonnen oder rund 3,5 Prozent des jährlichen Angebotes aus China bzw. 1,9 Prozent des globalen Angebotes, so Wittmann weiter. „Auch wenn nach wie vor Zweifel an der operativen Umsetzung der Vorhaben bestehen, sind diese durch die staatlichen Anordnungen nun deutlich wahrscheinlicher geworden“. Der Markt scheint eine merkliche Verschiebung der Angebots-, Nachfragerelationen auf dem Aluminiummarkt schon vorwegzunehmen. So sind die Notierungen des Leichtmetalls in diesem Jahr bereits um 8,9 Prozent gestiegen, während der LME-Index um 5,3 Prozent zulegte.
*) Stand: 13.03.2017

Wichtige Risiken:

**Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen vorstehenden Renditeangaben um Bruttoangaben handelt. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen, reduzieren diese die spätere Nettorendite. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen, hängt u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Rohstoffpreise von vielen politischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Rohstoffpreise können sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitäts- / Währungsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Turbo-Optionsscheinen um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.

 

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Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten. Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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