21.12.16, 10:45

Rückschlagsgefahren für die Ölpreise, Gold unter Druck, Platin und Palladium gehen unterschiedliche Wege

Rückschlagsgefahren für die Ölpreise, Gold leidet unter dem Rückzug der spekulativen Finanzanleger, Platin und Palladium gehen unterschiedliche Wege

Rückschlagsgefahren für die Ölpreise, Gold unter Druck, Platin und Palladium gehen unterschiedliche Wege

Rohstoffkolumne

Rückschlagsgefahren für die Ölpreise: Die Ölpreise zeigten sich in der vergangenen Woche unbeständig. An diesem Montag zogen die Notierungen aber wieder spürbar an. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Januar stieg am Montag bis auf 54,45 US-Dollar. Eindeutige Impulse blieben zum Wochenstart zunächst aus. Etwas Unterstützung erhielten die Preise durch Nachrichten aus Libyen, wo zwei Ölfelder nicht wie erwartet wieder in Betrieb gehen konnten. Ansonsten sind die Augen der Marktteilnehmer weiterhin auf die vom Ölkartell OPEC und anderen Förderstaaten beschlossenen Produktionskürzungen gerichtet. Nun ist auch offensichtlich, dass das kräftige Anstieg der Ölpreise nach dem OPEC-Deal zu einem guten Teil von spekulativen Finanzanlegern verstärkt worden war. Dies zeigen neue CFTC-Daten zu den Positionierungen am Rohölmarkt. Die Spekulanten haben die Netto-Long-Positionen bei WTI in der Woche zum 13. Dezember demnach um 32.200 auf 274.800 Kontrakte ausgeweitet. Das ist der vierte Wochenanstieg in Folge gewesen. Während dieses Zeitraums hätten sich die Wetten auf einen steigenden WTI-Preis mehr als verdoppelt, betonten Rohstoffanalysten der Commerzbank. Angesichts des hohen Optimismus der Finanzanleger besteht nach Erachten der Experten eine Rückschlagsgefahr für die Ölpreise, sollten die Ölproduzenten die versprochenen Produktionskürzungen nicht oder nur teilweise umsetzen. Ric Spooner, Experte beim Finanzdienstleister CMC Markets, ist indes der Meinung, dass der preisliche Spielraum nach den Beschlüssen der OPEC-Staaten und weiterer Förderländer nach unten begrenzt sei. Sorgen bereitet vor allem die steigende US-Ölproduktion. Denn durch die höheren Preise wird das Bohren nach Schieferöl in den USA mehr und mehr profitabel, was aber ein höheres Ölangebot in der Zukunft bedeutet. Nach Angaben des Ölfeldausrüsters Baker Hughes stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche um 12 auf 510. Das war der 26. Anstieg in den letzten 29 Wochen. Die Zahlen liegen inzwischen fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres.

Faktor-Zertifikate auf WTI Oil Future

Basiswert WKN Richtung Faktor Akt. Kaufpreis* Details
WTI Light Sweet Crude Oil Future VN3MYG Long 8x EUR 5,61
WTI Light Sweet Crude Oil Future VS84BN Long 6x EUR 6,76
WTI Light Sweet Crude Oil Future VN3MYM Short 6x EUR 2,33
WTI Light Sweet Crude Oil Future VN3MYL Short 8x EUR 0,60
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Gold leidet unter dem Rückzug der spekulativen Finanzanleger: Trotz der erneuten Abwärtswelle nach der Zinsanhebung der US-Notenbank in der vergangenen Woche sind die Analysten der Societe Generale Gold gegenüber weiterhin positiv eingestellt. Während die Fed selbst in ihrer aktuellen Zinsprojektion für 2017 drei Zinsanhebungen in Aussicht stellt, rechnen die Analysten lediglich mit zwei Zinserhöhungen. „Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten – von der Politik bis zu potenziellen Auswirkungen der Geldpolitik auf Wachstum und Inflation und den Realzinsen – kommen wir weiterhin zu einer positiven Einschätzung“, schreibt Analyst Robin Bhar in einem wöchentlichen Metallreport. Eine Erholung der Notierungen müsste jedoch auf einer Wiederbelebung des Kaufinteresses der Investoren basieren und es sei unklar, wodurch dies ausgelöst werden könne. Gold könnte kurzfristig weiterhin unter den ETF-Verkäufen und schwacher physischer Nachfrage leiden. „Nichtsdestotrotz dürften Käufe bei Kursrücksetzern angesichts der Einschätzung, dass Gold eine gute Portfoliodiversifizierung oder Absicherung darstellt, Unterstützung bringen“, so Societe Generale Bhar. In der Woche zum 13. Dezember haben sich die spekulativen Finanzinvestoren bei Gold laut CFTC-Statistik nochmals deutlich zurückgezogen. Sie hatten ihre Netto-Long-Positionen um 17 Prozent auf 68.700 Kontrakte reduziert, den niedrigsten Stand seit Anfang Februar, wie die Commerzbank berichtet. Seit Beginn des Rückzugs der spekulativen Finanzanleger vor fünf Wochen wurden die Netto-Long-Positionen demnach um 60 Prozent abgebaut. Der Goldpreis war in dieser Zeit um gut 9 Prozent gefallen. Auch bei den Gold-ETFs setzten sich die Abflüsse bis zuletzt fort. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs insgesamt liegen erstmals seit Anfang Juni wieder unter 1.800 Tonnen.

Bonus Cap-Zertifikate auf Gold (Troy Ounce)

WKN Barriere Cap Rendite max* Laufzeit Akt. Kaufpreis* Details
VN5QEG 950 USD 1.400 USD 7,77% 15.12.2017 125,02 EUR
VN5QEL 1.000 USD 1.500 USD 12,46% 15.12.2017 128,25 EUR
VN5QEX 1.100 USD 1.300 USD 12,09% 15.09.2017 111,53 EUR
VN5QEP 1.050 USD 1.500 USD 14,63% 15.12.2017 122,61 EUR
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Platin und Palladium gehen unterschiedliche Wege: Die beiden Schwester-Metalle Platin und Palladium bewegen sich zum Wochenbeginn in unterschiedliche Richtungen. Während sich der Platin-Preis einigermaßen stabil bei der Marke von 930 US-Dollar je Feinunze halten kann, fiel Palladium deutlich auf ein frisches Vierwochentief bei 680 US-Dollar je Feinunze zurück. Dabei belasten die beiden Edelmetalle im Gefolge des Goldpreises die jüngste US-Zinsanhebung sowie die Aussicht auf im kommenden Jahr schneller steigende US-Leitzinsen als bislang gedacht. Von zuletzt guten Verkaufszahlen aus der Automobilbranche konnten die beiden in Katalysatoren eingesetzten Edelmetalle nicht profitieren. Nachdem bereits aus den USA und China robuste Zahlen für November veröffentlicht worden sind, hat vergangene Woche auch der Verband der europäischen Automobilproduzenten ACEA gute Ansatzzahlen für Europa bekannt gegeben. So gab es ACEA zufolge im November in der EU 1,15 Mio. Neuzulassungen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist dies eine Steigerung um knapp sechs Prozent. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres ergibt sich ein Zuwachs gegenüber dem entsprechenden 2016er-Zeitraum von sieben Prozent.
*) Stand: 20.12.2016

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Rohstoffpreise von vielen politischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Rohstoffpreise können sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitäts- / Währungsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Faktor-Zertifikaten um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.
 

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Hinweis:
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Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten. Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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