
Ölpreise auf 18-Monatshoch: Die Ölpreise sind am Montag nach den angekündigten Förderkürzungen der OPEC und weiterer Förderländer auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. Die Notierungen für die wichtigen Ölsorten Brent und WTI kletterten um über fünf bzw. sechs Prozent. Ein Barrel Brent legte im frühen Handel bis auf 57,89 US-Dollar zu. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich zuletzt auf 53,92 US-Dollar.
Am Wochenende hatten sich die OPEC und mehrere Förderländer außerhalb des Kartells zu Beratungen in Wien getroffen. Von 14 eingeladenen Nicht-OPEC-Ländern hatten fünf eine Teilnahme zugesagt. Überraschend wurde dabei eine weitere Kürzung der Ölförderung um 558.000 Barrel am Tag beschlossen. Russland allein will 300.000 Barrel weniger produzieren. Allerdings werde die Drosselung allmählich beginnen und erst im April oder Mai den vollen Umfang erreichen, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak der Agentur Tass zufolge.
Zu dem am Samstag durchgesetzten Rückgang kommt es zusätzlich zu den bereits innerhalb der OPEC vereinbarten Fördersenkungen von 1,2 Mio. Barrel pro Tag. Insgesamt entspricht dies laut Wall Street Journal fast 2 Prozent des globalen Ölangebots. Experten bleiben dennoch skeptisch. Für die Experten der Commerzbank steht hinter den Ankündigungen in erster Linie der verständliche Wunsch, den Ölpreis nachhaltig anzuheben. „Wem sollte man in Russland Glauben schenken, dem Energieminister, der eine Produktionsdrosseln ab Januar in Aussicht stellt oder den Ölunternehmen, die kürzlich Produktionsausweitungen angekündigt haben?“, fragt sich Rohstoffanalyst Eugen Weinberg.
Saudi-Arabien hat OPEC-Quellen zufolge seine Ölproduktion im November auf ein Rekordniveau von 10,72 Mio. Barrel pro Tag erhöht. Es müsste damit im Januar um bis zu 700.000 Barrel pro Tag kürzen, um den Verpflichtungen aus dem OPEC-Vereinbarungen nachzukommen. „Wir fürchten, dass sich die Freude der Ölproduzenten über den hohen Ölpreis bald eintrüben und rächen wird, wenn sich die Marktstimmung wieder dreht“, so die Commerzbank-Analysten.
Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Rohstoffpreise von vielen politischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Rohstoffpreise können sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.
Emittenten- / Bonitäts- / Währungsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko.
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