14.12.16, 12:45

Ölpreise auf 18-Monatshoch, Gold stehen schwere Zeiten bevor und für Industriemetalle stehen die Sterne günstig

Die Ölpreise sind am Montag nach den angekündigten Förderkürzungen der OPEC und weiterer Förderländer auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. Gold ist schwächer in die neue Handelswoche gestartet, die ganz im Zeichen des US-Notenbanktreffens steht, das am Mittwochabend mit einer Anhebung des US-Leitzinses um 25 Basispunkte enden dürfte.

Ölpreise auf 18-Monatshoch, Gold stehen schwere Zeiten bevor und für Industriemetalle stehen die Sterne günstig

Rohstoffkolumne

Ölpreise auf 18-Monatshoch: Die Ölpreise sind am Montag nach den angekündigten Förderkürzungen der OPEC und weiterer Förderländer auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. Die Notierungen für die wichtigen Ölsorten Brent und WTI kletterten um über fünf bzw. sechs Prozent. Ein Barrel Brent legte im frühen Handel bis auf 57,89 US-Dollar zu. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich zuletzt auf 53,92 US-Dollar. Am Wochenende hatten sich die OPEC und mehrere Förderländer außerhalb des Kartells zu Beratungen in Wien getroffen. Von 14 eingeladenen Nicht-OPEC-Ländern hatten fünf eine Teilnahme zugesagt. Überraschend wurde dabei eine weitere Kürzung der Ölförderung um 558.000 Barrel am Tag beschlossen. Russland allein will 300.000 Barrel weniger produzieren. Allerdings werde die Drosselung allmählich beginnen und erst im April oder Mai den vollen Umfang erreichen, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak der Agentur Tass zufolge. Zu dem am Samstag durchgesetzten Rückgang kommt es zusätzlich zu den bereits innerhalb der OPEC vereinbarten Fördersenkungen von 1,2 Mio. Barrel pro Tag. Insgesamt entspricht dies laut Wall Street Journal fast 2 Prozent des globalen Ölangebots. Experten bleiben dennoch skeptisch. Für die Experten der Commerzbank steht hinter den Ankündigungen in erster Linie der verständliche Wunsch, den Ölpreis nachhaltig anzuheben. „Wem sollte man in Russland Glauben schenken, dem Energieminister, der eine Produktionsdrosseln ab Januar in Aussicht stellt oder den Ölunternehmen, die kürzlich Produktionsausweitungen angekündigt haben?“, fragt sich Rohstoffanalyst Eugen Weinberg. Saudi-Arabien hat OPEC-Quellen zufolge seine Ölproduktion im November auf ein Rekordniveau von 10,72 Mio. Barrel pro Tag erhöht. Es müsste damit im Januar um bis zu 700.000 Barrel pro Tag kürzen, um den Verpflichtungen aus dem OPEC-Vereinbarungen nachzukommen. „Wir fürchten, dass sich die Freude der Ölproduzenten über den hohen Ölpreis bald eintrüben und rächen wird, wenn sich die Marktstimmung wieder dreht“, so die Commerzbank-Analysten.

Discount-Zertifikate auf WTI Oil Future

Basiswert WKN Discount Cap Laufzeit Akt. Kaufpreis* Details
WTI Light Sweet Crude Oil Future VN5XA2 8,26% 52,00 USD 15.02.2017 47,11 EUR
WTI Light Sweet Crude Oil Future VN5XA3 6,07% 54,00 USD 15.02.2017 48,22 EUR
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Gold stehen schwere Zeiten bevor: Gold ist schwächer in die neue Handelswoche gestartet, die ganz im Zeichen des US-Notenbanktreffens steht, das am Mittwochabend mit einer Anhebung des US-Leitzinses um 25 Basispunkte enden dürfte. Die Edelmetall-Notierung markierte am Montag bei gut 1.150 US-Dollar je Feinunze ein frisches 10-Monatstief. Gold dürfte nach Einschätzung von Top-Prognostiker Barnabas Gan, Ökonom bei der singapurischen Oversea-Chinese Banking Corp., auch 2017 dank eines steigenden Weltwirtschaftswachstums und steigender US-Zinsen weiter nachgeben. „Laut unseres Basisszenarios wird das Weltwirtschaftswachstum 2017 zulegen und sich die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold abschwächen“, so Gan. Zudem spreche der infolge steigender US-Zinsen zulegende US-Dollar gegen einen höheren Goldpreis. Demnach rechnet Gan für das erste Quartal 2017 mit einem Goldpreis von 1.175 US-Dollar je Feinunze. Im zweiten Quartal soll der Goldpreis auf durchschnittlich 1.150 US-Dollar, im dritten Quartal auf 1.125 US-Dollar und im vierten Quartal auf 1.100 US-Dollar pro Unze fallen. Der Gegenwind für Gold bleibt auch seitens der ETFs stark, welche ihre Verluststrecke fortsetzen. Zudem hat sich der Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren zuletzt wieder beschleunigt. In der Woche zum 6. Dezember wurden die Netto-Long-Positionen um 23 Prozent auf nur noch 82.300 Kontrakte reduziert, den niedrigsten Stand seit Februar, wie die Commerzbank berichtet. In den letzten vier Berichtswochen wurden diese damit mehr als halbiert.

Bonus Cap auf Gold (Troy Ounce)

WKN Barriere Cap Rendite max* Laufzeit Akt. Kaufpreis* Details
VN5QEG 950 USD 1.400 USD 6,49% 15.12.2017 123,46 EUR
VN5QEL 1.000 USD 1.500 USD 10,25% 15.12.2017 127,71 EUR
VN5QEX 1.100 USD 1.300 USD 9,76% 15.09.2017 111,20 EUR
VN5QEP 1.050 USD 1.500 USD 14,63% 15.12.2017 123,27 EUR
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Für Industriemetalle stehen die Sterne günstig: Das freundliche Marktumfeld für Industriemetalle hat auch den Nickelpreis in diesem Jahr spürbar angetrieben. Seit Jahresbeginn sind die Nickelnotierungen um rund ein Viertel gestiegen. Der Jahresdurchschnittskurs für LME-Nickel liegt gegenwärtig bei 9.520 US-Dollar je Tonne. Neben den Stimmungsfaktoren sind es auch die Fundamentaldaten, die für höhere Notierungen sorgen. So dürfte der Nickelmarkt in 2016 erstmals nach vier Jahren wieder ein defizitäres Angebot aufweisen, wie die Experten der LBBW erwarten. Die Minenproduktion in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist Angaben der International Nickel Study Group (INSG) zufolge um 7 Prozent gesunken. Die Philippinen als der größte Förderer von Nickelerzen habe im angegebenen Zeitraum einen Angebotsrückgang von über 20 Prozent verzeichnet. Für die Nickelnachfrage erwarten die Rohstoffanalysten der LBBW in diesem Jahr ein Wachstum von 5 Prozent. „Längerfristig könnte sich neben der hauptsächlichen Verwendung von Nickel in der Stahlveredelung das Thema Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge als Wachstumsmarkt für Nickel entwickeln“, erwarten die Analysten. Auch für das nächste Jahr zeichnet sich ein Angebotsdefizit auf dem Nickelmarkt ab. Begrenzt wird das Preissteigerungs-Potenzial andererseits durch die noch immer relativ hohen Lagerbestände.
*) Stand: 12.12.2016

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Rohstoffpreise von vielen politischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Rohstoffpreise können sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitäts- / Währungsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko.

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Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten. Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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