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DAX-Check: Clevere Zentralbanken
Seit einer Woche erscheint die Welt der Börsianer in völlig anderem, wesentlich hellerem Licht. Folgt man Analysten und Kommentatoren, sieht es vordergründig betrachtet fast danach aus, als ob man den wahrscheinlichen Austritt Großbritanniens aus der EU samt dessen Folgen einfach abgeschüttelt hätte. Mit einem Male sieht die konjunkturelle Situation in den USA wieder viel besser aus, nur weil zum Ende der Vorwoche der dortige Arbeitsmarktbericht in den Augen vieler Akteure erheblich besser als erwartet ausgefallen war. Auch die italienische Bankenkrise scheint fast schon ad acta gelegt worden zu sein – ein paar beruhigende Worte der Kanzlerin Angela Merkel genügten, um neuen Optimismus aufkommen zu lassen. Doch sind diese hoffnungsvollen Neubewertungen wohl eher das Resultat der Politik zweier Notenbanken. Zum einen hat die Bank of England nicht, wie vielerorts erwartet, infolge des Brexit-Votums am vergangenen Donnerstag die Zinsen gesenkt. Dass die Zentralbank ihr Pulver trocken hielt, hat die Finanzmärkte sichtbar beeindruckt. Dabei handelte es sich doch eigentlich nur um einen geschickten Kunstgriff der Zentralbanker, denen es mit ihrer abwartenden Haltung gelang, den Eindruck zu vermitteln, sie hätten alles unter Kontrolle. Die andere Zentralbank, die von sich reden machte, ist die Bank von Japan (BoJ). Denn sie erhielt verbale Unterstützung vom ehemaligen USFed- Chef Ben Bernanke. So hatte dieser den japanischen Premier Abe, Regierungsvertreter und den Notenbankchef Koruda Anfang der Woche getroffen. Dies führte – wenn auch von Regierungsseite später dementiert – zu Spekulationen, dass Notenbank und Regierung womöglich zu einer noch radikaleren Form der monetären Lockerung, dem so genannten Helikopter-Geld, greifen könnten. Sei es in Form einer direkten Staatsfinanzierung über Anleihekäufe am Primärmarkt oder über ein neues Stimulus-Programm der Regierung. Die Reaktion der Finanzmärkte auf diese Gerüchte ist insofern interessant, als die letzte größere Aktion der BoJ Ende Januar von den Finanzmärkten noch ganz anders quittiert wurde. Niemand schien damals mehr einen Pfifferling auf deren Maßnahmen zu geben. Nicht nur der Aktienmarkt brach seinerzeit per Saldo deutlich ein, sondern die japanische Währung gewann gegenüber dem Dollar trotz Einführung negativer Leitzinsen und Hoffnung auf weitere quantitative Lockerungsprogramme vielfach völlig unerwartet über einen Zeitraum von gut sechs Monaten in der Spitze über 20 Prozent an Wert. Unterdessen hat sich der DAX überraschend deutlich an der Oberseite seiner extrem breiten Konsolidierung zwischen 9.265/70 und 10.295 Zählern weiterentwickeln können. Da sich hinter diesem Anstieg gleichzeitig auch längerfristige Kapitalzuflüsse verbergen dürften, sehen wir die Gesamtsituation des DAX zwar weiterhin als trendlos, aber gegenüber den Vorwochen dennoch als deutlich verbessert an – solange 9.805/10 nicht verletzt wird. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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