11.07.16, 09:45

DAX-Check: Für den Euro bleibt die Lage relativ entspannt

Nun sind also die Krisensymptome infolge des Brexit temporär auch in den Aktienmarkt zurückgekehrt. Doch weil die Reaktionen während des Berichtszeitraums einigermaßen moderat blieben, sprach man mancherorts verharmlosend von Brexit-Nachwehen.
DAX-Check: Für den Euro bleibt die Lage relativ entspannt

Nun sind also die Krisensymptome infolge des Brexit temporär auch in den Aktienmarkt zurückgekehrt. Doch weil die Reaktionen während des Berichtszeitraums einigermaßen moderat blieben, sprach man mancherorts verharmlosend von Brexit-Nachwehen. Während sich die negativen Anzeichen also nur geringfügig im DAX niederschlagen, lassen sich an den anderen Märkten besorgniserregende Tendenzen erkennen. Zum Beispiel bei den Renditen der Staatsanleihen, unter denen die Entwicklung bei den T-Bonds besonders hervorsticht. Diese zogen so weit an, dass sich etwa für 10-jährige US-Staatsanleihen eine Rendite von zutiefst rund 1,33 Prozent ergab. Auch Gold und Silber haben sich immer fester entwickelt: Das von vielen als Krisenmetall betrachtete Gold erreichte mit knapp 1.375 Dollar pro Unze ein 28-Monatshoch. Aber auch andere Krisenindikatoren, etwa die Entwicklung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro, geben zu denken. Zumal die Schweizerische Nationalbank (SNB) nach dem Brexit-Votum im Devisenmarkt zugunsten des Euro interveniert hatte, um den Franken zu drücken. Die jüngst deutlicher gestiegenen Sichteinlagen von Banken bei der SNB, aber auch die im Juni um mehr als 7 Mrd. Franken gestiegenen Devisenreserven werden von Analysten als Indiz für ein stärkeres Eingreifen der Zentralbank im Devisenmarkt interpretiert.

Für viele Akteure bleibt dennoch ein Rätsel, wie Anleihe- und Aktienkurse – eine zugegebenermaßen ungewöhnliche Kombination – dies- und jenseits des Atlantiks zeitweise gleichzeitig steigen konnten. Man muss jedoch nur einmal die Entwicklung der Wechselkurse in Augenschein nehmen. Schnell wird deutlich, dass eine große Fluchtbewegung aus dem britischen Pfund in den US-Dollar – der Wechselkurs erreichte in der vergangenen Woche ein neues 31-Jahrestief – sowohl zur Nachfrage nach US-Bonds, aber auch nach Aktien geführt haben muss. Interessanterweise hat der Euro, der nach landläufiger Meinung eigentlich ebenfalls Wachstumsnachteile durch den Brexit hinnehmen müsste, nicht besonders stark unter Kapitalbewegungen leiden müssen. Zumindest ist der Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar nur um ein paar Prozent gefallen. Im Gegenteil: Im Vergleich zum Pfund könnte man die ökonomische Lage für den Euro – auch wenn das Protokoll der EZBRatssitzung vom 2. Juni für die Eurozone mit dem Brexit-Votum ein bedeutendes Wachstumsrisiko sieht – fast schon als entspannt bezeichnen.

Erwartungsgemäß hat sich der DAX mit weiteren Fortschritten schwergetan und ist im Rahmen seiner breiten Seitwärtsentwicklung zwischen 9.265 und 10.290/95 Zählern zeitweise in die Nähe der unteren Begrenzung geglitten. Unser Fokus richtet sich nach wie vor auf die Unterseite und auf dieses Niveau, da unterhalb davon das bisherige Jahrestief von 8.700 Zählern für die Anleger den einzig wichtigen Referenzpunkt darstellt.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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