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Markt-Check: Briten entscheiden sich für Austritt
rückBlick: Unsicherheit drückt Anleiherenditen Bereits im Vorfeld der Brexit-Entscheidung hatte die Unsicherheit an den Finanzmärkten spürbar zugenommen. Die typischen sicheren Häfen wie Gold, Franken, Yen und Staatsanleihen waren stärker gefragt. Kursgewinne bei Rentenpapieren führten beispielsweise in der Schweiz dazu, dass dort erstmals auch die Rendite für 30-jährige Anleihen in den negativen Bereich gedrückt wurde. Weiter abwärts bei den Renditen ging es auch bei den deutschen Staatsanleihen. Hier rutschte die Rendite für 10-jährige Papiere erstmals unter die Nulllinie. Brexit-Entscheidung führt zu Kurskapriolen In diesem nervösen Marktumfeld wurden viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Mit 51,9 % stimmte die Mehrheit der Briten für einen Austritt aus der EU. Im Land selbst gab es dabei große Unterschiede. Während England und Wales für den Brexit votierten, war das Gros der Schotten und Nordiren für einen Verbleib. Der britische Premierminister David Cameron kündigte unmittelbar nach der Wahl seinen Rücktritt bis Oktober an, um den Weg für die nun nötig gewordenen Austrittsverhandlungen mit der EU freizumachen. Das Wahlergebnis führte an den weltweiten Finanzmärkten zu einigen Turbulenzen. Während Gold, Yen, Franken und auch Staatsanleihen nochmals zulegen konnten und weitere Kursgewinne verzeichneten, reagierten die Aktienmärkte mit herben Abschlägen und teilweise zweistelligen Kursverlusten. Betroffen war dabei nicht nur der britische Leitindex FTSE 100. Auch DAX®, EURO STOXX 50® und der japanische Leitindex Nikkei 225 hatten deutlich nachgegeben, insbesondere Bankaktien verzeichneten Verluste. Ebenfalls unter Druck stand das britische Pfund, das auf den tiefsten Stand zum US-Dollar seit mehr als 30 Jahren fiel. ausBlick: Brexit-Umsetzung unklar Die Unsicherheit über die konkrete Umsetzung und den Zeitplan des Austritts sowie die nicht abschätzbaren wirtschaftlichen Folgen des Votums hat die Stimmung an den Märkten nachhaltig eingetrübt. Die Politik konnte unmittelbar nach dem Votum diesseits und jenseits des Ärmelkanals keine klare Linie vermitteln. Auch die Brexit-Befürworter blieben Antworten schuldig, wie die nächsten Schritte konkret aussehen sollen. US-Notenbank bleibt vorsichtig Fraglich ist, wie lange das Brexit-Votum die internationalen Finanzmärkte belastet. In jedem Fall werden sich die Blicke der Marktakteure aber wieder vermehrt auf die Notenbanken richten. Die US-Notenbank (Fed) hatte bei ihrer Sitzung im Juni im Vorfeld der Brexit-Entscheidung die Leitzinsen unverändert gelassen. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Unsicherheiten an den Märkten stellt sich die Frage, ob und ggf. wann die US-Notenbank ihre Zinswende fortsetzt. Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA schätzten die US-Währungshüter als eher durchwachsen ein. Dies gilt auch für die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, der zuletzt einige Schwächesignale gesendet hatte. Seit Februar dieses Jahres hat die Dynamik bei den neu geschaffenen Stellen sukzessive nachgelassen. Im Mai wurde dabei mit 38.000 neuen Jobs der geringste Wert seit September 2010 markiert. Die Notenbank sieht aber noch kein Ende der Erholung am Arbeitsmarkt. Sie rechnet zudem für den Rest des Jahres mit einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung in den USA. Allerdings senkte sie ihre Wachstumsprognose von 2,2 % auf 2 %. Auch die anderen Notenbanken könnten in den nächsten Wochen wieder aktiv werden. So könnte die Bank of England die Zinsen senken, um die wirtschaftlichen Folgen des Brexit abzufedern. Und wenn sich die Kursverluste an den Aktienbörsen weiter ausweiten sollten, dürften auch Spekulationen auf ein abgestimmtes Eingreifen der Notenbanken wieder neue Nahrung erhalten. China bereitet Sorgen Ein Sorgenkind beim Blick auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung ist derzeit China. Der IWF sieht die dortige Wirtschaft zunehmend verwundbarer. Potenzielle Risikofaktoren sind die Probleme im Finanzsektor sowie die Überkapazitäten in vielen Bereichen der Industrie, beispielsweise in den Sektoren Kohlebergbau und Stahlproduktion. Darüber hinaus bereiten dem IWF die rasant steigenden Schulden bei den chinesischen Unternehmen Sorge. Hier drohen demnach ernste Probleme für die gesamte chinesische Volkswirtschaft, aber auch für die globale Konjunktur, wenn die Firmen die hohe Verschuldung nicht in den Griff bekommen. Hohe Verschuldung birgt Risiken Aber nicht nur in China hat die Verschuldung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Weltweit haben sich Staaten, Unternehmen und Verbraucher nach der Finanzkrise zunehmend verschuldet. Und der globale Schuldenberg wächst stetig. Seit 2007 hat er um mehr als 60 Bio. US-Dollar auf mehr als 200 Bio. US-Dollar zugenommen. Das schuldengetriebene Wachstumsmodell funktioniert jedoch immer weniger. Trotz der deutlichen Zunahme der Verschuldung hat sich das weltweite Wirtschaftswachstum merklich abgeflacht. Mittlerweile wachsen die Schulden schneller als die Wirtschaft. Ein gefährlicher Trend. Schließlich muss die Konjunktur florieren, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen. Sonst drohen, trotz Tiefstständen bei den Zinsen, Zahlungsausfälle, die das globale Finanzgefüge und die weltweite konjunkturelle Entwicklung zukünftig belasten könnten. |
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