04.07.16, 11:00

DAX-Check: Nur nicht die DAX-Rallye verpassen

Es sind vor allem die Kommentatoren, die derzeit ins Grübeln geraten. Denn sie können einfach nicht nachvollziehen, warum der Entscheid der britischen Bevölkerung, die EU verlassen zu wollen, sich nicht negativ auf die Aktienmärkte auswirken will.
DAX-Check: Nur nicht die DAX-Rallye verpassen

Es sind vor allem die Kommentatoren, die derzeit ins Grübeln geraten. Denn sie können einfach nicht nachvollziehen, warum der Entscheid der britischen Bevölkerung, die EU verlassen zu wollen, sich nicht negativ auf die Aktienmärkte auswirken will. Tatsächlich bewegt sich der DAX auf ähnlich hohem Niveau wie bereits vor zwei Wochen, und auch andere Aktienindices zeigen sich von ihrer positiven Seite. Und so stellt die Neue Zürcher Zeitung in einer ihrer Überschriften die ebenso freche wie berechtigte Frage “Wieso Unsicherheit? – Wir wissen ja noch gar nichts“. Als ob sie damit gleichzeitig eine Antwort auf die stabilen Aktienmärkte gefunden hätte. Nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Unsicherheit ja, aber erst in der Zukunft. Und weil es so aussieht, als ob die ganz wichtigen Fragen bezüglich des Brexit, etwa die Wahl eines neuen britischen Premiers, erst im September oder später entschieden werden dürften, macht es scheinbar keinen Sinn, sich heute schon graue Haare wachsen zu lassen. Oder haben sich die Akteure an den Finanzmärkten etwa bereits nach einer Woche an die Brexit-Unwägbarkeiten gewöhnt?

Nein, das ist nicht der Fall, auch wenn die Teilnehmer an den Aktienmärkten vordergründig nicht beunruhigt wirken. Aber die globalen Finanzmärkte sind derzeit dennoch nicht wirklich angstfrei. Und dass Befürchtungen hinsichtlich etwaiger Brexit- Folgen doch nicht – wie mancherorts beschrieben – übertrieben sind, zeigt etwa die bis zuletzt starke Nachfrage nach US-Staatsanleihen, bei denen alleine 10-jährige Treasuries immer noch 40 Basispunkte niedriger als noch vor einem Monat rentieren. Aber an den Aktienmärkten scheint man sich auf die Bank von England verlassen zu wollen, deren Chef Mark Carney durchblicken ließ, bald die geldpolitischen Zügel zu lockern, um einer drohenden Wachstumsschwäche seines Landes entgegenzuwirken. Und es sieht sogar danach aus, als ob er dafür eine weitere Schwächung des Pfundes in Kauf zu nehmen bereit sei. Aber die wichtigste Botschaft wurde eigentlich aus Kreisen der EZB kolportiert, wo einige Ratsmitglieder aufgrund des Brexit erwägen, die bisherigen Regeln für Anleihekäufe aufzuweichen. Dieser Vorschlag, der sicherlich auf Widerstand der Bundesbank stoßen dürfte, wäre nicht nur ein Tabubruch, sondern würde ein weiteres Mal die bereits ad acta gelegte Diskussion um EZB-Aktienkäufe bis hin zum Helikopter-Geld wieder beleben. Kein Wunder also, dass sich Aktienanleger derzeit ganz wohl fühlen und ihre größte Angst darin besteht, eine starke DAX-Rallye zu verpassen.

Per Saldo bewegt sich der DAX wieder etwa in der Mitte früherer, seit Mitte März mitunter verschachtelter Konsolidierungen. Da ein neuer Trend derzeit nicht in Sicht ist, sehen wir die Grenzen einer sehr breiten Seitwärtsentwicklung zwischen 9.265/70 und 10.290/95 Zählern. Dabei ist die Oberseite von nun an schwieriger zu durchdringen als die insgesamt weichere Unterseite des Feldes.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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