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Europa-Check: Schwarzer Freitag nach dem Referendum
Eine Woche vor dem britischen Referendum schienen Investoren noch gut auf einen Brexit vorbereitet; in unserem vorangegangenen Bericht wiesen wir auf die hohen Liquiditätsquoten institutioneller Anleger hin. Doch in den letzten vier Tagen vor der Abstimmung wurden Akteure aufgrund von Umfragen, vor allem aber auch durch die eindeutigen Wettquoten britischer Buchmacher, die einen EU-Verbleib reflektierten, plötzlich mutig. Kräftige Käufe hievten den EURO STOXX 50 binnen weniger Handelssitzungen um knapp 10 Prozent nach oben. Aber am Morgen nach dem Referendum lösten sich diese Kursgewinne mit einem Schlag in Luft auf. Der „Schwarze Freitag“, vor dem Investorenlegende George Soros zwei Tage vor dem Abstimmungstermin im Falle eines Brexits gewarnt hatte, nahm bereits im vorbörslichen Handel Gestalt an. Als Anleger könnte man sich nun zu beruhigen versuchen und auf die alte Regel „Politische Börsen haben kurze Beine“ setzen. Doch hat der Brexit nicht nur die Finanzmärkte erschüttert, sondern in erster Linie ein politisches Erdbeben ausgelöst, dessen Ausschlag auf der nach oben hin offenen Richterskala seinesgleichen sucht. So wurde durch dieses Votum ein tiefer Graben zwischen Europa und Großbritannien aufgerissen. Noch schlimmer: Es spaltet auch das britische Volk. Denn die Selbstbestimmungs- Kampagne der Europa-Gegner ist zwar leidenschaftlich geführt worden. Doch basierte sie vor allem darauf, Zuwanderungsbeschränkungen zu fordern oder damit zu werben, die enormen Beitragszahlungen in die EU-Gemeinschaftskasse stoppen zu wollen. Am Ende muss man aber leider feststellen, dass keiner der EU-Ausstieg-Protagonisten einen konkreten Fahrplan für die wirtschaftliche und politische Zukunft Großbritanniens vorweisen kann. Für Wirtschaftsentscheider ist dieser Zustand fatal. Denn wie sollen ohne klare politische Perspektive Arbeitsplätze erhalten, Investitionen getätigt, wie soll Wachstum geschaffen werden? Stattdessen wird sich Großbritannien in den nächsten Jahren damit beschäftigen müssen, bilaterale Abkommen zu schließen und Verträge auszuhandeln. Dazu bedarf es aber einer starken Regierung. Zudem kosten solche Verhandlungen viel Zeit. In dieser Zeit bleibt die Wirtschaft auf der Strecke. Darunter wird nicht nur die britische Konjunktur leiden. Auch das europäische Wachstum und die Weltwirtschaft werden einen Schaden davontragen. Eine negative Interpretation des Referendum-Ausgangs spiegelt sich auch im Euro-Leitindex. Nachdem er vergangene Woche bis auf unseren äußersten Widerstand (3.054) vorpreschte, wurde er am Freitag jäh zurückgeworfen. Unterstützung vor dem 2.672er Jahrestief ist nun lediglich bei 2.689 Zählern erkennbar. Unterhalb dieses Niveaus klafft ein Nachfrageloch bis 2.540. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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