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Europa-Check: Brexit - das unbekannte Risiko
EZB-Präsident Mario Draghi hat Klartext gesprochen: So gab er am vergangenen Donnerstag bei einer Rede vor dem Brüsseler Wirtschaftsforum zu verstehen, dass die Notenbank zwar über die nötigen Instrumente verfüge, um die Inflation anzukurbeln, das Tempo dieser Operation aber maßgeblich von der Politik bestimmt werde. Vor allem der mangelnde Reformeifer zahlreicher Regierungen führe zu Verzögerungen. Zudem sprach Draghi über externe Schocks und die Vorgehensweise der EZB beim Auftreten solcher Phänomene, nannte als Beispiel aber nur den Rohölpreisverfall. Doch der ist nach der jüngsten Kurserholung fast schon Historie. Das andere potenzielle Schock-Szenario, den „Brexit“, hat Draghi tunlichst nicht erwähnt. Vermutlich, weil er genauso wenig wie die meisten anderen die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der EU richtig einschätzen kann. Unsicherheit ist übrigens auch bei Industrieunternehmen und Investoren zu spüren. Nur wenige trauen sich, konkret zu formulieren, welche Konsequenzen ein Brexit für die Briten, die EU oder gar die Weltwirtschaft hätte. Dies spiegelt sich auch in zahlreichen Umfragen wider, die, je nachdem welche Gruppe jeweils befragt wird, teils sehr unterschiedlich interpretiert werden. Einer Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Beratungsfirma Deloitte zufolge, herrscht bei deutschen Unternehmen große Verunsicherung. Ein Drittel der Befragten rechnet zwar mit negativen Effekten. Weit bedenklicher ist aber, dass sich gut zwei Drittel der Manager nicht in der Lage sehen, die Auswirkungen eines britischen Abgangs für das eigene Unternehmen richtig zu beurteilen. Doch wenn Firmenchefs die Konsequenzen nicht abschätzen können, wie sollen sie sich dann gegen einen möglichen Schock oder Schadensfall absichern? Klarer benennt den potenziellen Brexit-Schaden immerhin das niederländische Wirtschaftsinstitut CPB. Die Niederlande, der wichtigste Handelspartner Großbritanniens, würde in diesem Falle 10 Milliarden Euro verlieren. Eine andere sehr selbstbewusste Prognose war zudem von „Crash-Guru“ Marc Faber zu hören. Erstaunlicherweise sieht er den Brexit als Initialzündung für mehr Weltwirtschaftswachstum, da das Beispiel Schule machen, andere Länder der „schlecht organisierten EU“ ebenfalls den Rücken kehren und sich alleine besser entwickeln könnten. Begründet hat Faber seinen Optimismus allerdings nicht. Händler des EURO STOXX 50 scheinen es darauf abgesehen zu haben, die Unterkante der breiten Konsolidierungszone (2.860 - 3.155) auf ihre Standfestigkeit zu prüfen. Dazu müssen sie aber erst einmal den verbliebenen Nachfragepunkt bei 2.887/92 unterlaufen. Neuer kurzfristiger Widerstand ist derweil bei 3.011/16 entstanden. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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