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Markt-Check: Fed-Protokoll erhöht Wahrscheinlichkeit für zweiten Zinsschritt
rückBlick: Durchwachsene Konjunkturdaten Die US-Notenbank (Fed) hat auch im vergangenen Monat das Geschehen an den Märkten bestimmt. In der nun schon länger andauernden Zinserhöhungsdiskussion scheint sich nach dem im Mai veröffentlichten Sitzungsprotokoll ein zweiter Zinsschritt im Sommer abzuzeichnen. Denn aus dem Protokoll geht hervor, dass die meisten Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses eine Zinsanhebung auf der nächsten Sitzung am 14. und 15. Juni als „wahrscheinlich angemessen“ ansehen. Voraussetzung ist jedoch, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den USA weiter positiv verläuft. Konkret erwarten die Notenbanker eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal und eine anhaltende Verbesserung am Arbeitsmarkt. Außerdem sollte die jährliche Teuerungsrate in Richtung des Inflationsziels der Fed von 2 % steigen. Die Wirtschaftsdaten aus den USA waren zuletzt jedoch eher durchwachsen. Beispielsweise hatte der Arbeitsmarktbericht für den Monat April eine weiter nachlassende Dynamik beim Jobaufbau gezeigt. Auch die Frühindikatoren wie der New York Empire State Manufacturing Index, der Philadelphia Fed Manufacturing Index und der Markit Einkaufsmanagerindex für die USA konnten nicht überzeugen. Zulegen im April konnten dagegen die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze sowie die Verbraucherstimmung. US-Dollar wertet auf An den Finanzmärkten zeigte das Sitzungsprotokoll der Fed Wirkung. So setzte sich die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro fort. Nachdem der Euro/ Dollar-Wechselkurs Anfang Mai mit mehr als 1,16 US-Dollar noch das höchste Niveau seit August vergangenen Jahres erreicht hatte, ging es inzwischen wieder deutlich abwärts. Mit der Aufwertung des US-Dollar im Mai, auch gegenüber anderen Währungen, kamen ferner die Preise für Rohstoffe wie Gold, Kupfer und Aluminium zurück. Die Ölpreise konnten dagegen ihre seit Januar gebildeten Erholungsbewegungen fortsetzen. Impulse aus dem Inland Trotz der gestiegenen Ölpreise ist die offizielle Inflation in der Eurozone weiterhin niedrig. Im gesamten Währungsraum rutschte die jährliche Teuerungsrate im April mit –0,2 % sogar wieder in den negativen Bereich. In Deutschland lag sie bei –0,3 %. Konjunkturell zeigte die Entwicklung hierzulande zuletzt jedoch wieder aufwärts. Im ersten Quartal war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 % im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Die Steigerungsrate war damit höher als in den einzelnen Quartalen und im Gesamtjahr 2015. Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus dem Inland. Zum einen hatten die Investitionen in Ausrüstungen und im Baugewerbe angezogen – letzteres wurde dabei auch von der milden Witterung begünstigt. Daneben konsumierten die privaten Haushalte und die öffentliche Hand mehr. Erfreulich entwickelte sich auch die Nachfrage aus dem Ausland, die ebenfalls zulegte. Allerdings erhöhten sich die Importe noch etwas stärker, weshalb ein negativer Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum um 0,1 Prozentpunkte dämpfte. Insgesamt bezeichnete das Statistische Bundesamt die Entwicklung im ersten Quartal dennoch als kraftvollen Start ins neue Jahr. ausBlick: Bundesbank erwartet sinkende Dynamik Das erreichte Wachstumstempo dürfte aber wohl nicht zu halten sein. Davon geht zumindest die Deutsche Bundesbank aus. In ihrem Monatsbericht Mai erläuterte sie, dass die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland im Frühjahr etwas zurückgehen dürfte. Als einen möglichen dämpfenden Faktor nannte sie abnehmende Kaufkraftsteigerungen. Außerdem sei nicht gesichert, dass die Exporte an die gute Entwicklung im ersten Vierteljahr anknüpfen können. Gleichwohl sollte sich nach Ansicht der Bundesbank die solide konjunkturelle Grundtendenz im zweiten Quartal fortsetzen. Für ein weiterhin robustes Wachstum sprechen könnte der ifo Geschäftsklimaindex. Er hatte sich im Mai zum Vormonat von 106,7 auf 107,7 Punkte verbessert. Die befragten Unternehmen waren nicht nur zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage, sie blickten auch deutlich zuversichtlicher auf die nächsten Monate. Vor allem im Baugewerbe ist die Stimmung prächtig. Hier erreichte der Geschäftsklimaindex ein neues Rekordhoch. Aber auch in den übrigen der vier Hauptsektoren verbesserte sich die Stimmung. EZB betont Handlungsbereitschaft Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im April verkündet, im Rahmen ihres monatlichen Ankaufprogramms ab Juni auch Unternehmensanleihen zu erwerben. Ab dem 8. Juni soll nun damit begonnen werden. Im Vorfeld sind die Risikoaufschläge für diese Papiere deutlich gesunken. Auf ihrer jüngsten Sitzung bestätigte die Notenbank ihre Geldpolitik, ohne neue Maßnahmen zu beschließen. Allerdings betonte sie abermals, weitere Maßnahmen zu ergreifen, falls dies nötig werden sollte. Die Krisenpolitik der EZB ist jedoch nicht unumstritten. Vor allem der unbegrenzte Ankauf von Staatsanleihen steht in der Kritik. Hat die Notenbank damit ihr Mandat überschritten? Der Europäische Gerichtshof sagt nein. Am 21. Juni steht nun die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Rechtmäßigkeit der Krisenmaßnahmen an. Kommt es zum Brexit? Kurz darauf, am 23. Juni, dürften die Finanzmärkte mit Spannung auf das Referendum in Großbritannien schauen. Die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs stimmt darüber ab, ob ihr Land in der EU bleibt oder nicht. Umfragen zufolge liefern sich derzeit Befürworter und Gegner eines Verbleibs ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Daher rückt die Auseinandersetzung über die möglichen negativen Folgen eines Austritts zunehmend in den Fokus. Die Unsicherheit über den Ausgang des Volksentscheids bleibt ein potenzieller Belastungsfaktor für die Finanzmärkte in den kommenden Wochen. |
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