17.05.16, 10:00

DAX-Check: Brexit gefährdet auch deutsche Wirtschaft

Immer häufiger wird in jüngster Zeit vor den Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der EU (Brexit) als Ergebnis des für den 23. Juni anberaumten Referendums gewarnt.
DAX-Check: Brexit gefährdet auch deutsche Wirtschaft

Immer häufiger wird in jüngster Zeit vor den Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der EU (Brexit) als Ergebnis des für den 23. Juni anberaumten Referendums gewarnt. So sieht etwa der neue Ifo-Chef Clemens Fuest Deutschland als den größten Verlierer, falls es tatsächlich zu einem Brexit kommen sollte. Denn Großbritannien sei der drittwichtigste Exportmarkt für Deutschland. Aber auch im Königreich selbst mehren sich die kritischen Stimmen. Denn nicht nur das englische Pfund könne massiv an Wert verlieren, so die Einschätzung des britischen National Institute of Economic and Social Research (NIESR), falls die Briten die EU verließen. Zu befürchten seien außerdem Wachstumsverluste und eine um 2 bis 4 Prozentpunkte höhere Inflation. Auch die Bank von England (BoE) warnt für diesen Fall vor Rezessionsrisiken. Und selbst wenn Großbritannien in der EU verbliebe, sieht die Zentralbank ein schwächeres Wachstum für die kommenden drei Jahre voraus. Zwar wenden Kritiker ein, dass die BoE in der Vergangenheit schon recht häufig bei ihren Vorhersagen danebengelegen habe, aber dennoch scheint eines offenkundig: Wichtige Investitionen wurden wegen des Referendums aufgeschoben und dürften selbst nach einem Votum für den Verbleib in der EU nur schleppend oder gar nicht mehr nachgeholt werden.

Interessanterweise haben alle diese Befürchtungen wenig Einfluss auf das Ergebnis bei den Brexit-Umfragen der jüngsten Zeit gehabt. So sieht etwa der „Brexit Poll Tracker“ der Financial Times die Befürworter für einen Verbleib Großbritanniens in der EU mit gerade einmal 3 Prozent (46 versus 43 Prozent) gegenüber den EU-Gegnern in Führung liegen. Und weil 11 Prozent der Befragten sich am 8. Mai noch nicht festlegen wollten, ist das Brexit-Risiko längst nicht vom Tisch. Wer jedoch glaubt, dass Großbritannien nach einem Austritt aus der EU schnell neue bilaterale Handelsverträge mit deren Mitgliedern aushandeln könne, mag sich alsbald getäuscht sehen. Denn in Frankreich und Deutschland stehen im Jahr 2017 landesweite Wahlen an, in deren Vorfeld sich Politiker in wichtigen Fragen kaum exponieren möchten. Mehr noch dürften die neuen Regierungen wesentlich nationaler als noch vor ein paar Jahren eingestellt sein. Mit anderen Worten: Selbst gemäßigte konservative Regierungen werden sich dem Aufstieg der Rechten nicht entziehen und Großbritannien bei Verhandlungen substanziell kaum entgegen kommen können.

Unterdessen hat der DAX die Obergrenze seiner breiten Konsolidierung zwischen 9.465 und 10.095 marginal überwinden, aber keinen bullishen Impuls setzen können. Dieser Auslöser verbleibt ohnehin bei 10.240 Zählern. Innerhalb der Konsolidierung liegt die beste Unterstützung bei 9.630.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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