10.05.16, 10:00

Europa-Check: Für Anlageerträge droht dauerhaft Dürre

Obwohl in der vergangenen Woche nicht allzu viel Neues von der Europäischen Zentralbank zu hören war, ließen die Akteure vom Thema Niedrigzinsen nicht ab.
Europa-Check: Für Anlageerträge droht dauerhaft Dürre

Obwohl in der vergangenen Woche nicht allzu viel Neues von der Europäischen Zentralbank zu hören war, ließen die Akteure vom Thema Niedrigzinsen nicht ab. Jedoch verlagerte sich zwischenzeitlich die Aufmerksamkeit merklich in Richtung Übersee. Denn dort hatten sich gleich mehrere Notenbanker zum künftigen Zinskurs der Fed geäußert. Außerdem gaben die Kommentare der Investmentlegende Warren Buffett den Marktteilnehmern zu denken wie auch eine Studie des McKinsey Global Institute (MGI), die im April veröffentlicht worden war. Darin hat das MGI die Entwicklung der Renditen in den vergangenen 30 Jahren an den Aktien- und Rentenmärkten untersucht und dabei die Ertragsmöglichkeiten von Anleihen und Dividendenpapieren in den USA mit deren europäischen Pendants verglichen. Doch ging es nicht darum, festzustellen, wo die höheren Profite erwirtschaftet werden konnten. Vielmehr sollten vor allem für die Zukunft Ertragsaussichten sondiert werden. Insgesamt dürfte das Bild, das McKinsey für die kommenden 20 Jahre zeichnet, den Investoren nicht gefallen. Denn das Resümee fiel ernüchternd aus: Ganz egal, ob man seine Kapitalanlagen in Europa oder den USA platziert; in jedem Fall gilt es, die Erwartungen deutlich zurückzufahren. Die Zeiten hoher Erträge sind wohl erst einmal vorbei! Selbst bei einem anziehenden Wirtschaftswachstum dürfte mit Aktien und Anleihen nicht mehr so viel zu verdienen sein, wie das in den vergangenen drei Dekaden möglich war.

Wohl aufgrund dieser trüben Aussichten wurde ein zugegeben äußerst unkonventioneller Vorschlag vom bereits erwähnten Anlageguru Buffett diskutiert. So vertritt er die Meinung, der amerikanische Dow Jones Aktienindex könne auf 100.000 Punkte steigen, was beinahe einer Versechsfachung gleichkäme. Unter einer Bedingung: Die US-Regierung müsste die Zinsen für die nächsten 50 Jahre bei Null festzurren. Buffett genießt insbesondere in den USA hohes Ansehen und darf sich solch wilde Gedankenkonstruktionen erlauben. Mit Forderungen nach dauerhaft niedrigen Zinsen sind Analysten hierzulande hingegen wesentlich vorsichtiger. Sie wissen, dass die EZB mit ihrer Nullzinspolitik nicht nur bei vielen Sparern und Bürgern aneckt. Auch zahlreiche Vorstände von Kapitalsammelstellen oder Politiker sind schlecht auf die Notenbanker im EZB-Tower zu sprechen. Das Pikante dabei: Die Politik hat bei der Festsetzung der EZB-Statuten vehement auf die Unabhängigkeit der Zentralbank – ganz im Sinne der Deutschen Bundesbank – bestanden. Deutsche Politiker haben übrigens damals diese Forderung am lautesten ausgerufen.

Vergangene Woche hat der EURO STOXX 50 unser Risikolimit unterschritten. Seitdem bewegt er sich wieder auf die Unterseite seiner breiten Konsolidierung zu, die zwischen 2.860 und 3.155 Zählern verläuft. Kurzfristige Unterstützung wartet bei 2.881.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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