09.05.16, 09:45

DAX-Check: Das Ende der violetten Scheine

Nun ist es also ganz schnell passiert: Die Europäische Zentralbank hat am Abend vor dem Himmelfahrtstag die Abschaffung der 500-Euro-Note „gegen Ende 2018“ beschlossen.
DAX-Check: Das Ende der violetten Scheine

Nun ist es also ganz schnell passiert: Die Europäische Zentralbank hat am Abend vor dem Himmelfahrtstag die Abschaffung der 500-Euro-Note „gegen Ende 2018“ beschlossen. Was schon seit einigen Wochen in den Internetforen als Gerücht grassierte, ist nun Gewissheit und das Geschrei darum auffallend laut. Dabei wurde die Diskussion um die Abschaffung des 500ers bereits vor mehr als fünf Jahren angestoßen. Dennoch irritiert vor allen Dingen der Zeitpunkt dieser Maßnahme. Während es nämlich damals noch keine Negativzinsen gab, ist das Hauptargument für die Abschaffung, die Bekämpfung von Terrorfinanzierung und Geldwäsche, unverändert geblieben. Die ehrlichen Privatleute, die ihr Geld angesichts drohender Negativzinsen unter der Matratze versteckt hatten, werden nun natürlich etwas Arbeit haben, um das Geld von ihrer Hausbank in eine kleinere Stückelung wechseln zu lassen. Aber das ist nur ein Aspekt. Tatsächlich befinden sich solche violetten Banknoten im Wert von mehr als 297 Mrd. Euro im Umlauf. Sicher bestehen die Zahlungsströme der Unterwelt zu einem großen Teil aus diesen Banknoten. Und man kann davon ausgehen, dass es für deren Protagonisten ein schwerwiegendes Problem sein wird, diese gegen andere Scheine einzutauschen. Denn dieselben Beträge in 200-Euro-Noten angelegt, besäßen das doppelte Gewicht.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte und alsbald auch mit einer Abschaffung des ungeliebten gelben 200ers rechnet und deshalb die gehorteten 500-Euro-Noten gleich in 100er wechselt, sollte nicht nur eine Vervierfachung des Transportgewichts bedenken, sondern auch gleich einen fünfmal größeren Lagerraum beschaffen. Dieses Problem haben übrigens nicht nur Privatanleger, sondern auch institutionelle Investoren, die, um dem Wertverlust durch Negativzinsen zu entgehen, Bargeld gebunkert haben. Diejenigen, die ihre 500er aus irgendwelchen Gründen nicht zur Bank bringen wollen, müssten indes dieses Geld bis zum Verfallsdatum verbrauchen, was auf jeden Fall im Sinne der EZB wäre. Ein Teil des Geldes würde jedoch für immer versteckt bleiben. Verbindlichkeiten, die von den europäischen Regierungen abgeschrieben und anderweitig verwendet werden könnten. Doch sollte es nicht verwundern, wenn die Sparer gerade hierzulande dennoch nicht in einen Konsumrausch verfallen. Vielmehr dürften viele Anleger wieder einmal Ausschau nach Anlagealternativen halten. Dazu gehören möglicherweise ausländisches Bargeld mit hohem Nennwert, Gold und natürlich auch Aktien.

Unterdessen hat der DAX allerdings seinen Stabilitätspunkt an der Unterseite verletzt und ist in eine frühere Konsolidierung eingeschwenkt. Die Untergrenze der breiten neutralen Zone liegt dabei derzeit bei 9.440/45, während die Oberseite bei 10.090/95 Zählern anzusetzen wäre. Neue stärkere Impulse gibt es daher erst nach Verlassen dieses Kursbereichs, an der Oberseite sogar erst jenseits von 10.240 Punkten.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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