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DAX-Check: Die Tücken der Mai-Regel
Wenn zwei Notenbanken nichts tun, muss das für Börsianer nicht zwangsläufig stets dieselben Folgen haben. Dieses Phänomen ließ sich in der abgelaufenen Handelswoche beobachten, als die US-Fed erwartungsgemäß die Zinsen nicht erhöhte. Dass die Bank von Japan (BoJ), die „Mutter“ aller quantitativen Lockerungsprogramme, ebenfalls untätig blieb und keine weiteren geldpolitischen Lockerungen verabschiedete, überraschte die Finanzwelt dafür umso mehr. Doch drängte sich der Eindruck auf, dass die BoJ hätte machen können, was sie wollte – es wäre immer falsch gewesen. Während nämlich die einen die Zentralbank der Launenhaftigkeit bezichtigten und ihr vorwarfen, sie würde damit ihren guten Ruf aufs Spiel setzen, bescheinigten andere deren Präsidenten Kuroda immerhin eine gewisse Cleverness. Denn es sei wohl besser, die Märkte im Unklaren darüber zu lassen, ob man noch genug Munition habe, statt zu hochgesteckte Erwartungen der Händler zu enttäuschen. Denn bereits bei der BoJ-Entscheidung im Januar, erstmals Negativzinsen auf bestimmte Bankeinlagen zu erheben, hatten die Märkte nicht mehr so reagiert, wie es erwartet worden war. Zum Glück gibt es nun in Japan in der kommenden Woche eine Reihe von Feiertagen, die die Gemüter etwas beruhigen dürften. Genauso wie in den USA, wo die Marktstimmung neutraler nicht sein kann (vgl. AAII). Und wenn hierzulande wieder einmal turnusgemäß die altbekannte Börsenregel „Sell in May and go away, but remember to come back in September“ von Experten medial durchleuchtet wird, scheint man derzeit offenbar nichts Besseres zu tun zu haben. Obwohl diese Empfehlung bislang oftmals nicht funktioniert hat, erfreuen sich solche fragwürdigen Anleitungen zum Geldverdienen immer noch großer Beliebtheit. Dabei ist weder geklärt, an welchem Tag des Monats im Mai Anleger verkaufen noch für welches Datum genau sie die Rückkehr in den Aktienmarkt im September terminieren sollten, um ihre Gewinne zu realisieren. Im Vorjahr konnte man mit der Mai-Regel immerhin selbst mit allerschlechtestem Timing beim DAX knapp 6 Prozent verdienen. Im besten Fall waren es sogar über 21 Prozent Profit. 2014 war da schon schwieriger. Je nachdem, welchen Tag im Mai und im September man für Abschied und Rückkehr gewählt hatte, konnte man bis zu 6 Prozent Gewinn oder aber auch 5 Prozent Verlust erleben. 2013 war es noch schwieriger, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wer hier Pech hatte und am falschen Tag im Mai handelte, musste im schlimmsten Fall zusehen, wie das Börsenbarometer bis September bis zu 11 Prozent gegen ihn lief. Bei perfektem Timing hätte man immerhin gut 5 Prozent gewinnen können. Unterdessen zeigt der DAX abermals Konsolidierungstendenzen, allerdings immer noch mit der Möglichkeit, seinen zuvor eingeschlagenen Aufwärtskurs in Richtung 10.785 Zähler wieder aufzunehmen. Hierfür darf jedoch 9.860/65 nicht mehr unterlaufen werden. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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