25.04.16, 10:00

DAX-Check: Niemand hat die Absicht, Geld zu verteilen

Im Notfall wird die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen weiter senken – so lautete die Botschaft von Mario Draghi in der Pressekonferenz im Anschluss an die jüngste Notenbanksitzung.
DAX-Check: Niemand hat die Absicht, Geld zu verteilen

Im Notfall wird die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen weiter senken – so lautete die Botschaft von Mario Draghi in der Pressekonferenz im Anschluss an die jüngste Notenbanksitzung. Der EZB-Präsident betonte außerdem auf Nachfrage, dass die Erfahrungen mit Negativzinsen insgesamt positiv seien. Allerdings scheint es fraglich, ob eines der wichtigsten Ziele der Niedrigzinspolitik, nämlich die Inflation anzukurbeln, tatsächlich erreicht werden kann. Denn einer Studie der Investmentgesellschaft Astellon Capital Partners zufolge, würde die Weitergabe von Negativzinsen seitens der Kreditinstitute an die Bankkunden keineswegs zu einem gesteigerten Konsumverhalten, sondern vielmehr zu einer Flucht in alternative Sparformen oder gar zu einer deutlich erhöhten Bargeldhaltung führen. Das, so ergab die Studie, ziehen drei Viertel der Befragten in Betracht. Immerhin: Zu diesen alternativen Anlageformen dürften naturgemäß auch Aktien gehören. Weit dramatischer ist jedoch die Erkenntnis, dass nur gerade einmal ein Drittel der europaweit befragten Privatpersonen überhaupt von der Existenz der quantitativen Lockerungsprogramme weiß. Kaum bekannt ist auch der Umstand, dass die EZB im Rahmen dieser Programme immerhin 80 Milliarden Euro pro Monat für Anleihekäufe aufbringt.

Was also könnte den privaten Konsum und damit die Inflationsrate tatsächlich ankurbeln? Die oben genannte Umfrage kommt immerhin zu dem Schluss, dass etwas mehr als die Hälfte der Europäer tatsächlich bereit wäre, Geld auszugeben, wenn sie jeden Monat 300 Euro extra zur Verfügung hätten. Allerdings wird diese wundersame Geldvermehrung in Form des so genannten Helikopter-Geldes derzeit von der EZB vehement abgelehnt; angeblich ist darüber im Rat nie diskutiert worden. Doch ist diese Idee nicht aus der Luft gegriffen. So werden die Schweizer Anfang Juni in einem Referendum über ein bedingungsloses Grundeinkommen abstimmen. Diskutiert wurde zuletzt immer wieder ein möglicher Betrag in Höhe von 2.500 Franken für jede dauerhaft in der Schweiz ansässige Person.

Insgesamt ist es also kein Wunder, wenn etwa – so die April- Umfrage von BofA Merrill Lynch – die internationalen Fondsmanager am meisten Angst vor dem Extremrisiko („tail risk“) eines Versagens der quantitativen Lockerungspolitik der Notenbanken haben. Eine Gefahr, die übrigens derzeit als noch bedrohlicher als die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der EU („Brexit“) eingeschätzt wird.

Per Saldo hat sich der DAX weiter befestigt und die Obergrenze seiner derzeitigen Konsolidierung durchbrochen. Dabei ist unsere erste Zielmarke bei 10.450 bereits in dieser Woche erreicht worden. Unter der Voraussetzung, dass zwischenzeitlich 9.860/65 nicht verletzt wird, sind nun sogar weitere Kurssteigerungen in Richtung von 10.785 Zählern möglich.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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