19.04.16, 10:00

Europa-Check: Politischer Affront gegen die EZB

Noch sind die Investoren dabei, das erste Quartal zu verdauen, da orakeln Analysten bereits über den restlichen Jahresverlauf. Und viele von ihnen sind jetzt schon willens, dem gesamten Börsenjahr 2016 den Stempel „unbefriedigend“ aufzudrücken.
Europa-Check: Politischer Affront gegen die EZB

Noch sind die Investoren dabei, das erste Quartal zu verdauen, da orakeln Analysten bereits über den restlichen Jahresverlauf. Und viele von ihnen sind jetzt schon willens, dem gesamten Börsenjahr 2016 den Stempel „unbefriedigend“ aufzudrücken. In erster Linie ist es die Gewinnentwicklung der Banken, die Marktbeobachter veranlasst, auf einen äußerst dürftigen Kursverlauf zu schließen. Allein in den USA wird in diesem Sektor ein Gewinneinbruch von 20 Prozent erwartet. All diesen Prognosen zum Trotz zeigen sich die globalen Aktienmärkte zu Beginn des zweiten Quartals erstaunlich widerstandsfähig. Europäische Dividendenpapiere machten in diesem Punkt keine Ausnahme.

Abgesehen von einer deutlichen Verbesserung des Aktienmarktklimas, konnten Anleger vergangene Woche noch eine andere interessante Entwicklung verfolgen. Nämlich den in dieser Intensität selten zuvor erlebten offenen Schlagabtausch zwischen deutscher Politik und Europäischer Zentralbank. Dass EZB-Präsident Mario Draghi mit der von ihm propagierten Extrem-Geldpolitik bei zahlreichen Politikern und Wirtschaftsführern aneckt, steht außer Frage. Genauso wie der Umstand, dass er mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann einen Dauerkritiker in den eigenen Reihen hat. Wenn sich aber sogar dieser genötigt fühlt, Draghi öffentlich den Rücken zu stärken, macht das hellhörig. Auslöser hierfür waren auffallend deutliche Kommentare von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der die Niedrigzinspolitik der EZB für die jüngsten Wahl- und Umfrageerfolge der rechtspopulistischen AfD-Partei verantwortlich machte. Mit der Aussage: „3 Prozent Zins bei 3 Prozent Inflation ist nicht dasselbe wie 0 Prozent Zins bei 0 Prozent Inflation“, hat Schäuble jedoch Unrecht. Denn realzinstechnisch ist das Ergebnis sehr wohl das Gleiche! Außerdem lässt Schäuble außer Acht, dass die Bürger bei der Null-Null- Variante sogar einen enormen Vorteil haben. Als Steuerzahler bleiben ihnen dadurch lange Zeit jährliche Finanzierungskosten in zweistelliger Milliardenhöhe erspart, was zumindest die Einbußen, die bei der Altersvorsorge entstehen, teilweise ausgleichen könnte. Wenn Politiker sich aber einen ausgewogenen Haushalt als Erfolg auf die eigene Fahne schreiben wollen, finden solche eindeutigen Vorteile logischerweise keine Erwähnung. Dann wird sogar ein Angriff auf die Souveränität der eigenen Notenbank nicht als Tabubruch gesehen.

Der Euro-Leitindex vermochte in der vergangenen Woche zu überzeugen, denn er hat die neutrale Zone, in der er hin und her pendelte, kurzerhand verlassen. Damit wurde eine Fortsetzung der jüngsten Erholung eingeläutet, die sich mindestens bis zum 3.196/201er Widerstand ziehen kann. Auf der Unterseite gilt es nun Rückschläge unterhalb der 2.956er Marke zu vermeiden, um das Aufwärtsmomentum nicht zu gefährden.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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