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DAX-Check: Übertriebene Lust am Untergang
Es sind die schnellen Stimmungswechsel, die derzeit die Entwicklung an den Aktienmärkten, vor allen Dingen hierzulande, beherrschen. Waren viele Investoren vor Wochenfrist noch skeptisch eingestellt, hat sich diese Haltung nun wieder grundlegend zum Positiven gewandelt. Gleichzeitig hat sich der DAX innerhalb ganz kurzer Zeit wieder an das obere Ende einer im Prinzip größer angelegten Konsolidierung vorgearbeitet. Diese war Anfang März entstanden, doch bleibt festzuhalten, dass nachhaltige Durchbrüche sowohl an der Oberseite als auch nach unten bislang ausblieben. Stattdessen sind – und dies ist für Konsolidierungen typisch – die Akteure immer kurzatmiger geworden. So werden Börsianer schnell an der Oberseite einer solchen Seitwärtsbewegung bullish und an deren Unterseite bearish. Dabei zeigt sich außerdem, dass Akteure wie Kommentatoren auf negative Kursentwicklungen deutlich sensibler reagieren als auf positive. Möglicherweise haben viele Anleger noch die dramatischen Abstürze des DAX und anderer wichtiger globaler Indices in der ersten Hälfte des abgelaufenen Quartals vor Augen. Dass Investoren – und dies gilt für private und institutionelle gleichermaßen – tatsächlich gerade nach deutlichen Kursrückgängen die Gefahr eines Börsencrashs als zu hoch einschätzen, zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern, an der auch Robert Shiller mitgewirkt hat. Der Nobelpreisträger, der durch den Case Shiller Index einem breiten Anlegerpublikum bekannt sein dürfte, verfügt nämlich über einen großen Datenschatz an Umfrageergebnissen aus den Jahren 1989 bis 2015. Darüber hinaus wurde aber auch der Einfluss der Medien im Rahmen der für das National Bureau for Economic Research (NBER) erstellten Studie überprüft. Sichtbar wurde eine Asymmetrie bei der Berichterstattung über Marktentwicklungen: Über ausgesprochen negative Ergebnisse wurde in bestimmten Wall- Street-Kolumnen nicht nur häufiger, sondern auch ausführlicher berichtet. So tauchten Kommentare mit negativem Unterton mehrere Tage in den Medien auf, während sich Beiträge mit positiven Bewertungen im Schnitt gerade einmal einen Tag in der Berichterstattung hielten. Deswegen kann man getrost davon ausgehen, dass sich Investoren bei ihren Entscheidungen ebenfalls unverhältnismäßig stark von negativen Ereignissen beeinflussen lassen. Schlechte Nachrichten sorgen für hohe Aufmerksamkeit und vermehrte Nachfrage, auf die die Medien dann mit einer entsprechend düsteren Berichterstattung antworten. Unterdessen hat sich der DAX Mitte vergangener Woche mit einem Kurssprung in stabileres Terrain gerettet. Sollte dabei die derzeitige Konsolidierung an der Oberseite bei 10.125 Zählern aufgelöst werden, wären Avancen in Richtung 10.450 angezeigt. Im gleichen Zuge dürfte 9.790/95 später nicht mehr unterlaufen werden. Ansonsten liegt die Untergrenze der Konsolidierung zurzeit noch bei 9.485 Punkten. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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