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Europa-Check: Wo Notenbankern der Schuh drückt
Wenn die Europäische Zentralbank Entscheidungen trifft, geht es meist um sehr viel Geld. Das dürfte wohl jedem bewusst sein. Trotzdem können große Beträge mitunter selbst hartgesottene Notenbanker beunruhigen. Wir spielen hier nicht auf die 1.300 Euro an, die, wie vergangene Woche berichtet, durch die Finanzpresse geisterten. Der als „Helikopter-Geld“ ins Gespräch gekommene warme finanzielle Regen, der auf jeden Eurozonen- Bürger herabrieseln sollte, um auf diese Weise die Inflation anzukurbeln, ist jüngsten Äußerungen führender EZB-Direktoren zufolge vom Tisch. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet versichert sogar, diese sehr eigenwillige geldpolitische Extremmaßnahme sei im Rat nie diskutiert worden. Doch allein die Tatsache, dass EZB-Präsident Mario Draghi diese Stimulationsvariante im vergangenen Monat als „sehr interessante Idee“ bezeichnete, reicht aller Dementi zum Trotz aus, die Gerüchteküche weiter am Brodeln zu halten. Das Szenario, auf das wir in unserer Einleitung anspielten, ist allerdings ein anderes. So werden Zentralbanker auch nervös, wenn es um hohe Kosten geht. In diesem Fall sind es die Ausgaben, die durch die Abschaffung der 500-Euro-Note auf die EZB zukommen könnten. Sachverständige der nationalen Notenbanken und des Banknote Committee der EZB taxieren laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den finanziellen Aufwand dieser Maßnahme auf 500 Millionen Euro. Dies wäre auch für eine Institution wie die EZB kein leicht zu schulternder Betrag und wirft einmal mehr die Frage nach dem Sinn dieser Aktion auf. Bekanntermaßen hatte sich der Vorstand der Deutschen Bundesbank kritisch zur Abschaffung der großen Scheine geäußert. Wohl um weiteren Klagen zuvorzukommen, hat EZB-Direktor Benoît Coeuré im Schulterschluss mit seinem Kollegen Praet auf der jährlichen Notenbankkonferenz am vergangenen Donnerstag klargestellt, dass die Unabhängigkeit der Notenbank respektiert werden müsse, wobei es „manchmal schwer zu ertragen“ sei, wie hierzulande auf die EZB „geschossen“ werde. Da muss also den europäischen Zentralbankern der Schuh gleich an mehreren Stellen gedrückt haben. Auch der EURO STOXX 50 Index zeigte sich fußkrank und schaffte es nicht, seine nächste Bergetappe in Angriff zu nehmen. Denn grundsätzlich waren die meisten Akteure für eine Fortsetzung der Erholung gut gerüstet. Trotzdem rutschte der Euro-Leitindex unter unsere Toleranzschwelle und fiel wieder in den Unsicherheitsmodus zurück. Als Konsequenz dürfte er nun kurzfristig innerhalb einer neutralen Zone, zwischen der 2.801/06er Unterstützung und dem 2.994/99er Widerstand, pendeln. Wohin er mittelfristig marschieren wird, entscheidet sich indes erst, wenn eine dieser beiden Marken als erste gebrochen wird. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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