11.04.16, 10:00

DAX-Check: Japan gibt Rätsel auf

Auch in der abgelaufenen Woche war Notenbankpolitik das beherrschende Thema. So verriet das Protokoll der März-Sitzung der US-Notenbank, dass im Offenmarktausschuss unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der kommenden Schritte bestehen.
DAX-Check: Japan gibt Rätsel auf

Auch in der abgelaufenen Woche war Notenbankpolitik das beherrschende Thema. So verriet das Protokoll der März-Sitzung der US-Notenbank, dass im Offenmarktausschuss unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der kommenden Schritte bestehen. Und Uneinigkeit wird an den Finanzmärkten mit Unberechenbarkeit übersetzt. Zu dieser Unsicherheit trug auch die Entwicklung der japanischen Währung bei. Denn sie gilt unter anderem als Gradmesser für den Erfolg, den die Mutter aller quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE), die Bank von Japan, mit ihren Interventionen erzielt. Doch gibt der Yen den Analysten und Händlern derzeit Rätsel auf. Denn quantitative Lockerungsmaßnahmen sollen zum einen die heimische Währung abwerten, um die Exportwirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Gleichzeitig haben QE-Programme aber auch den Effekt, als zusätzlicher Treiber für die Aktienmärkte zu fungieren.

Dass die japanische Währung gegenüber dem US-Dollar indes auf den höchsten Stand seit 18 Monaten gestiegen ist, hat nicht nur Devisenhändler aufgeschreckt. Damals, Ende Oktober 2014, hatte die japanische Notenbank die Finanzmärkte gerade mit einem riesigen zusätzlichen Lockerungsprogramm geschockt. In der Folge wertete der Yen tatsächlich deutlich ab und die Aktienmärkte jubilierten. All das ist nun quasi rückgängig gemacht worden: Der japanische Aktienmarkt befindet sich etwa auf dem Niveau von vor eineinhalb Jahren und der Yen hat entgegen der verbreiteten Erwartung vieler Analysten deutlich aufgewertet.

Mit anderen Worten: Die quantitativen Lockerungsprogramme der Bank von Japan haben nichts gebracht. Zumal sich weder Wachstum noch Inflationsaussichten seither zum Positiven verändert haben. Dennoch bleibt die Yen-Aufwertung für viele Akteure ein Rätsel, weswegen sich – wir berichteten in der vergangenen Woche darüber – das Gerücht eines sogenannten Shanghai-Abkommens, getroffen beim vergangenen G20- Treffen, hartnäckig hält. Nach wie vor wird kolportiert, dass sich die Notenbanker dort insgeheim über eine Dollar-Schwächung geeinigt hätten. Auch wenn Händler, vor allen Dingen wenn unerklärbare Kursentwicklungen zu beobachten sind, solche Verschwörungstheorien lieben, bleibt das Shanghai-Abkommen ein Mythos. Warum sollten Zentralbanken überhaupt um eine solche Absprache ein Geheimnis machen? Um die Märkte vor Verwerfungen zu schützen? Dabei können doch solche Gerüchte weitaus mehr Schaden anrichten als eine transparente Strategie.

Auch der DAX hat Federn lassen müssen und am Ende seinen Stabilitätspunkt unterschritten. Damit bleibt die Erholung seit Mitte Februar im großen Bild nicht mehr als eine Korrektur im Abwärtstrend. Zusätzlich ist das Börsenbarometer nun für weitere Abschläge in Richtung 9.405/10 verwundbar geworden. Stabilere Verhältnisse sind auf der anderen Seite erst nach Überschreiten von 9.950 Zählern erneut gegeben.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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