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Europa-Check: Geldhelikopter bleibt im EZB-Hangar
Eine Analyse machte vergangene Woche Schlagzeilen, die nach einem Aprilscherz klang, auch wenn sie bereits Ende März veröffentlicht wurde. Gemeint ist eine Ausarbeitung der schwedischen Bank Nordea, deren Analysten aufgrund der jüngsten Diskussionen um sogenanntes „Helikoptergeld“ der EZB, also Geld, das den Bürgern zum freien Konsum verschenkt würde, eine gewagte Berechnung durchführten. Sie fragten sich, welchen Pro-Kopf-Betrag die Notenbank wohl für eine solche Aktion aufbringen könne. Das schwedische Bankhaus kam auf 1.300 Euro pro Euroraum-Einwohner, was bei der EZB mit einem finanziellen Aufwand von 444 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde. Diese stattliche Summe könnte also zur Bekämpfung der Deflation aufgewendet werden. Wenn man Äußerungen von EZB-Insidern oder Ökonomen zu diesem Thema hört, ist dies jedoch kein ernstzunehmender Gedankengang. Dies untermauern auch Äußerungen des ehemaligen EZB-Chefvolkswirts Otmar Issing, der öffentliche Debatten hierzu für eine „totale Geistesverwirrung“ hält und die Idee, Geld auf diese Weise in den Wirtschaftskreislauf zu bringen, sogar für eine „Bankrotterklärung der Geldpolitik“. EZB-Direktor Benoît Coeuré stellte indes klar: Über Helikoptergeld werde derzeit im geldpolitischen Rat nicht diskutiert. Marktteilnehmer hatten somit ausreichend Gründe, sich wieder schnell auf andere Zahlen zu konzentrieren. Allen voran auf solche, die das Wachstumspotenzial der im EURO STOXX 50 vertretenen Unternehmen reflektieren. Analysen, die bereits Mitte des vergangenen Monats die Runde machten, implizierten nämlich nur noch bescheidene Perspektiven. Die Gewinnaussichten der im Euro-Leitindex gehandelten Unternehmen würden im Schnitt nur noch 1,5 Prozent betragen, so die Einschätzung der Bankanalysten. Solch verhaltene Wachstumsprognosen könnten Akteure sicherlich verschmerzen. Dies zeigt auch das ungebrochene Interesse institutioneller Investoren an europäischen Dividendentiteln, wie in der März-Umfrage der Bank of America Merrill Lynch zu erkennen war. Bedenkt man aber, dass die zuvor erwähnten Analysten im Dezember vergangenen Jahres noch einen Zuwachs der Unternehmensgewinne von satten 5,1 Prozent prognostiziert hatten, lässt sich die Enttäuschung vieler Händler nachvollziehen. Die laufende Erholung, die sich nach wie vor bis auf 3.196/99 Punkte erstrecken kann, hat vor den Osterfeiertagen eine Pause eingelegt. Sie kann jedoch jederzeit fortgeführt werden, solange sich der Euro-Leitindex oberhalb der 2.899er Marke halten kann. Kurse darunter können aber innerhalb eines positiven Szenarios nicht toleriert werden. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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