04.04.16, 09:45

DAX-Check: Von geheimen Absprachen

Tumult und Turbulenzen: Anders lassen sich die Zustände, die an vielen Märkten während der ersten sechs Wochen des nun abgeschlossenen Quartals herrschten, kaum bezeichnen. Verglichen damit wirkt die sich daran anschließende Erholung überraschend steil.
DAX-Check: Von geheimen Absprachen

Tumult und Turbulenzen: Anders lassen sich die Zustände, die an vielen Märkten während der ersten sechs Wochen des nun abgeschlossenen Quartals herrschten, kaum bezeichnen. Verglichen damit wirkt die sich daran anschließende Erholung überraschend steil. Nicht wenige Kommentatoren sprechen daher auch von einem V-förmigen Erholungsmuster. Solche oftmals wie aus dem Nichts auftauchenden, plötzlichen Rallyes nach dramatischen Abverkäufen lassen manchen Investor ratlos zurück. Kein Wunder also, dass die jüngsten Sentiment-Erhebungen, dies- und jenseits des Atlantiks vor allem eines offenbaren: Unentschlossenheit. So markierte etwa hierzulande die Zahl neutral gestimmter Akteure mit einem Anteil von 35 Prozent (vgl. Börse Frankfurt) einen neuen Rekord; in den USA waren es sogar 47 Prozent (vgl. AAII). Mit anderen Worten: Obwohl die Europäische Zentralbank ihre Anleihekäufe im März noch einmal deutlich erweitert hat, machen sich Zweifel über den Erfolg dieser Maßnahmen breit. Längst ist es nicht mehr so, dass quantitative Lockerungen automatisch steigende Aktienkurse mit sich bringen. Insofern erscheint es kaum verwunderlich, dass in einem solchen Umfeld sogar eine als seriös geltende Tageszeitung Gerüchte über einen Geheimpakt zwischen den wichtigsten Notenbanken in Hinblick auf ihre Geldpolitik kolportierte. Denn gegen derartige Geheimabsprachen hätten selbst rationale Börsianer kaum Chancen und bei Misserfolgen in jedem Fall eine gute Entschuldigung.

Gegen die Unterstellung, es gebe ein sogenanntes Shanghai- Abkommen, benannt nach dem Tagungsort des jüngsten G20- Treffens, spricht insbesondere die Haltung der US-Notenbank. Denn dort scheint nicht einmal intern Einigkeit über den künftigen Zinskurs der USA zu herrschen. Klang das Statement nach der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses noch überraschend taubenhaft, beeilten sich später diverse Vertreter dieses Gremiums, den Eindruck wieder zu zerstreuen, dass die Fed es mit weiteren Zinserhöhungen nicht eilig habe. Warum um alles in der Welt hielt dann die Fed-Chefin Janet Yellen am vergangenen Dienstag in einer Rede vor dem „Economic Club of New York“ wiederum taubenhaft gegen diesen Trend? Wie passt dazu die jüngste Aussage des als Zentristen geltenden Präsidenten der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, der seit Donnerstag entgegen der Markterwartung sogar drei Zinserhöhungen für dieses Jahr für möglich hält? Gute Kommunikation sieht anders aus.

Während der vergangenen beiden Wochen fiel auf, dass der DAX unseren bullishen Auslöser (10.095) bislang nur sehr mühsam und auch nur marginal überwinden konnte. Stattdessen kam es immer wieder zu Rückschlägen, die nunmehr 9.640/45 (vormals 9.675, Tiefpunkt während des Berichtszeitraums!) nicht mehr unterschreiten dürfen, um erneute Avancen in Richtung 10.210 Zähler, nicht zu gefährden.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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