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Europa-Check: Zinsen - Ist negativ das neue positiv?
Wie stark die Gemüter der Marktteilnehmer bereits vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank vom vergangenen Donnerstag erhitzt waren, hatten wir in unserem Vorwochenbericht geschildert. Entsprechend vielfältig waren auch die Erwartungen, die diesem Termin vorangingen. Trotzdem hat es Mario Draghi wieder einmal geschafft, die Finanzgemeinde in Staunen zu versetzen. Der jüngste EZBBeschluss glich nämlich einem Rundumschlag, da praktisch alle im Einsatz befindlichen Instrumente adjustiert wurden. Mit einem Leitzins von null Prozent sicherte sich Draghi einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Und der negative Einlagesatz – der Strafzins für bei der EZB geparktes Geld der Geschäftsbanken – wurde ebenfalls auf ein neues Rekordniveau (minus 0,4 %) gesenkt. Beim Anleihe-Kaufprogramm wurden zudem weitere 20 Milliarden Euro pro Monat draufgepackt. Das ganze Maßnahmenpaket überreichte Draghi dann mit der üblichen Souveränität an die Finanzmärkte, inklusive eines Kärtchens mit handgeschriebenem Vermerk: „Für längere Zeit“. Damit suggeriert der EZB-Präsident, dass in der Eurozone das Zinsniveau noch eine Weile im negativen Terrain bleiben werde. Das Ausmaß der jüngsten EZB-Aktivitäten hat die meisten Akteure überrascht, einige sogar schockiert, andere hingegen erzürnt. Mehrere Kommentatoren wetterten umgehend nach Bekanntgabe gegen die Beschlüsse. Allen voran die Volkswirte des Verbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), die sich über die Wirkungslosigkeit der Geldpolitik ausließen und die Glaubwürdigkeit der EZB gefährdet sahen. VÖB-Hauptgeschäftsführerin Liane Buchholz sprach in diesem Zusammenhang von einer beschleunigten „geldpolitischen Irrfahrt“. Der Präsident des Versicherungsverbands GDV, Alexander Erdland, kritisierte, damit habe sich die EZB „noch tiefer in die Sackgasse manövriert“. Die Liste der Kommentare ließe sich problemlos verlängern, was wir uns jedoch ersparen. Fest steht, dass die europäischen Währungshüter derzeit so stark in der Kritik stehen wie wohl nie zuvor und dass diese Kritik immer lauter und die Wortwahl immer aggressiver wird. EZB-Chef Draghi ist sich dessen bewusst, weshalb er vorsorglich signalisierte, das Ende des Zinszyklus‘ könne vielleicht schon erreicht sein. Dies wäre dann gewiss nicht negativ, sondern positiv. Der Euro-Leitindex hat wie erwartet die obere Hälfte seiner Handelsspanne erschlossen und ist am Tag der EZB-Sitzung sogar darüber hinausgelaufen. Dieses Aufwärtsmomentum festigt das Fundament der laufenden Erholung und lässt eine Verlängerung der Korrekturwelle bis auf 3.199 Punkte möglich erscheinen. Bedingung dafür ist aber, dass die Kurse nicht sofort wieder unter die 2.910er Marke rutschen. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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