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Europa-Check: Unterdrückt die EZB die Bankenwelt?
Je näher die nächste Ratssitzung der Europäischen Zentralbank rückt, desto intensiver beschäftigt sie die Marktteilnehmer und – zu unserer Überraschung – auch verschiedene Wirtschaftsführer. Jüngstes Beispiel: Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Er äußerte sich vergangene Woche sehr kritisch zum geldpolitischen Kurs der EZB und stellte klar, dass Banken nicht länger bereit seien, die Kosten zu tragen, die durch die Hereinnahme von Einlagen entstünden. Noch deutlicher wurde bislang nur der Allianz-Vorstandsvorsitzende Oliver Bäte, der schon im Januar die EZB scharf attackierte und ihr unterstellte, sie betreibe „finanzielle Repression“. Der Ärger von Banken und Versicherungen scheint verständlich, denn das bereits lange währende Niedrigzinsniveau ist für die Branche alles andere als förderlich. Allerdings darf und kann die EZB aufgrund der gefährlichen deflationären Tendenzen auch nicht tatenlos zusehen, wenn Geldpolitik und Wirtschaft Gefahr laufen, von der niedrigen Teuerung langsam, aber sicher ausgehöhlt zu werden. Ein Argument haben die Notenbanker ohnehin immer auf ihrer Seite. Ohne die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen könnte es jetzt viel schlimmer um Europa stehen. Ihr Vorteil: Das Gegenteil kann niemand beweisen. Aufmerksamen Beobachtern dürfte dennoch nicht entgangen sein, dass die EZB-Führung, trotz einer von Präsident Mario Draghi nach außen hin allzeit überzeugend präsentierten Marschroute, in sich gespalten ist. Damit sind nicht allein die beiden Deutschen, Sabine Lautenschläger und Jens Weidmann, gemeint, die wenig für extreme Niedrigzinsen, ausufernde Anleihe-Kaufprogramme oder Bargeld- Begrenzung übrig haben. Auch Ewald Nowotny ist dafür bekannt, hin und wieder mal den Eifer seiner Kollegen zu dämpfen. So vertritt er beispielsweise die Ansicht, die Finanzmärkte sollten die Erwartungen für die anstehende Zinsentscheidung nicht zu hoch schrauben, während seine Kollegen Vitor Constancio und Ignazio Visco gleichzeitig Hoffnungen auf weitere Stimuli wecken. Diejenigen, die sich von der EZB geldpolitisch „unterdrückt“ fühlen, sollten zumindest anerkennen, dass es diese Meinungsvielfalt gibt und dass Beschlüsse nicht einfach „durchgedrückt“ werden. Nach oben aufgerückt ist der EURO STOXX 50. Die Erholung führte ihn jenseits der 3000er Marke. Dies bestätigt unsere Einschätzung, dass der Euro-Leitindex die Standfestigkeit des Angebots in der oberen Hälfte seiner kurzfristigen Handelsspanne vorerst nur testen werde. Somit bleibt dieser Aufwärtsdrang Teil einer Zwischenerholung und stellt keinen neuen Aufschwung dar – jedenfalls solange die obere Begrenzung hält. Daher verläuft die Trading-Range weiterhin zwischen 2.810/15 und 3.090/95 Punkten. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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