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DAX-Check: Stimulus, wo ist Dein Stachel?
Normalerweise üben die Erkenntnisse von G 20-Treffen keinen nachhaltigen Einfluss auf die Aktienmärkte aus. Das dürfte auch für die jüngste Zusammenkunft der Finanzminister der wichtigsten Industrie-und Schwellenländer der Welt in der vergangenen Woche in Shanghai gelten. Doch sollte man zumindest dem Statement des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble: „Es gibt bereits genügend Stimulus im System“, Beachtung schenken. Statt auf Stimulierung setzt Schäuble erneut, wie auch schon in der Vergangenheit, beharrlich auf solide Haushalte und Strukturreformen. Dennoch: Wenn der Finanzminister darauf hinweist, dass die extrem konjunkturstützende Geldpolitik der Notenbanken mit ihren niedrigen Zinsen kontraproduktiv zu wirken drohe, weil sie den Banken das Leben schwer mache, mag er durchaus Recht haben. Tatsächlich dürften sich Kreditinstitute zunehmend Problemen ausgesetzt sehen, wenn sie Negativzinsen nicht in gleichem Maße an ihre Kunden weitergeben können, wie sie für jene belastet werden. Dieses Problem mag zwar vielleicht bei einem derzeitigen Einlagenzinssatz der Europäischen Zentralbank von -0,3 Prozent noch nicht richtig durchschlagen. Aber man muss sich nur einmal die – aus heutiger Sicht wahrscheinlich noch unrealistisch wirkende – Situation vorstellen, dass die Einlagenzinsen auf -1 oder gar -2 Prozent absinken. In diesem Fall würde ein Trend besonders deutlich werden, der im Grunde schon längst vorhanden war und den der für Japan zuständige Chefökonom von JPMorgan Chase auf den Punkt gebracht hat, als er feststellte, dass Zinssenkungen – auch bei positiven Vorzeichen – stets zulasten der Gläubiger und zugunsten der Schuldner gingen. Dasselbe Phänomen war vor kurzem zu beobachten, als Japans Regierung vorgehalten wurde (Bloomberg), sie habe seit Oktober 2014 wegen der Negativrenditen auf ihre Anleihen umgerechnet rund 464 Millionen US-Dollar verdient. Dies ist, gemessen am Anleihevolumen, noch ein ziemlich geringer Betrag, der jedoch bei weiter fallenden Renditen dramatisch ansteigen könnte. Und wenn etwa Krankenkassen hierzulande im vergangenen Jahr bereits 1,8 Mio. Euro an Negativzinsen berappen mussten, sollte man ins Grübeln und zum Beispiel zu dem Schluss kommen, dass Minuszinsen ihren Namen nicht verdienen, sondern eher den Charakter einer Geldsteuer aufweisen. Denn die stimulierende Wirkung, die diesem Instrument nachgesagt wird, wird im selben Atemzug durch eine Fiskalpolitik konterkariert, die diese Zinsgewinne behalten möchte. Zumindest kommt der Stimulus nicht dort an, wo Inflation geschaffen werden könnte: beim Verbraucher. Während der abgelaufenen Handelswoche hat der DAX zwar Rückschläge hinnehmen müssen, aber die Untergrenze unserer neutralen Zone bei nunmehr 9.110/15 Zählern wurde dabei nicht verletzt. Die Hürden an der Oberseite liegen derzeit bei 9.610 und 9.775/85. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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