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Europa-Check: Weit ist der Weg auf der Via Dolorosa
Wenn eines im ersten Handelsmonat des neuen Börsenjahres auffällig war, dann der Umstand, dass sich mittlerweile fast niemand mehr traut, eine handfeste kurzfristige Prognose abzugeben. Und zwar unabhängig davon, ob es um die weltwirtschaftliche Lage, die Notenbankpolitik oder die Aktienmarktentwicklung geht. Zu vieles hat die Akteure in den vergangenen Wochen zu sehr verunsichert. Allen voran der Ölpreis, aber natürlich auch der miserable Jahresauftakt der Aktienmärkte selbst. Trotzdem sprechen die wenigsten über eine Baisse. Dies könnte daran liegen, dass der Euro-Leitindex in diesem Jahr bislang in der Spitze „nur“ knapp 13 Prozent seines Wertes eingebüßt hatte, ein Bärenmarkt aber per Definition erst bei einem Minus von 20 Prozent gegeben ist. Von seinem letzten Hochpunkt gerechnet betrug der Verlust aber tatsächlich bereits gut 25 Prozent. Allerdings haben bereits einige Finanzmarktstatistiker, ob des Fehlstarts einen Blick auf außergewöhnliche Aktienmarktbewegungen der Vergangenheit geworfen und festgestellt: Europäische Dividendentitel fallen normalerweise im Schnitt etwas stärker als ihre US-Pendants, erholen sich nach starken Kurseinbrüchen aber auch ein wenig schneller und intensiver. 43 Bärenmärkte wurden hierzu von Analysten einer amerikanischen Investmentbank unter die Lupe genommen. Tatsächlich hat der US-Leitindex S&P 500 in diesem Jahr erst 11 und vom letzten Hochpunkt 15 Prozent eingebüßt, was ins Bild des zuvor beschriebenen historischen Vergleichs passen würde. Bevor Euro- Aktienanleger jedoch zu sehr in Vorfreude geraten und ein vergleichsweise schnelles Ende der Abwärtsbewegung bzw. eine stärkere Gegenreaktion erwarten, sollten sie bedenken: Die Voraussetzung für einen Bärenmarkt in den USA (und damit auch für einen solchen Vergleich) ist noch nicht erfüllt worden! Wer sich also auf die Statistik stützen möchte, muss in Kauf nehmen, dass zunächst einmal noch Verluste folgen werden. Letzteres wäre für zahlreiche Klein- und Großaktionäre keine frohe Botschaft. Gerade erst vergangene Woche hat die Europäische Versicherungsaufsicht EIOPA vor einer anhaltenden Schwächephase an den Finanzmärkten gewarnt. Mit einem Stresstest hat das Kontrollinstitut Pensionskassen aus 17 Ländern überprüft. Das Ergebnis war bedrückend. Viele Versicherer würden EIOPA zufolge ernsthafte Probleme bekommen, wenn sich die Kapitalmärkte schlecht entwickeln würden und sich zeitgleich die Lebenserwartung der Versicherten weiter erhöhen sollte. Die Lebenszeit des aktuellen Abwärtszyklus im Euro-Leitindex scheint jedenfalls noch nicht abgelaufen zu sein. Wie lange der EURO STOXX 50 diese Via Dolorosa noch beschreiten wird, ist zwar schwer einzuschätzen. Unabhängig von der zeitlichen Komponente halten wir aber weiter an unserem dritten Kursziel bei 2.770/75 fest. Da wir im Falle einer Zwischenerholung nun etwas früher Abgabebereitschaft erwarten, ziehen wir unser Risikolimit deutlich auf 3.085 Punkte herunter. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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