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Ölpreise und Gold profitieren vom Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran
Zum Jahresauftakt legen die Ölpreise aufgrund des sich zuspitzenden Konflikts zwischen Saudi-Arabien und Iran leicht zu. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen durch Saudi-Arabien sorgt für Unruhe am Markt. Am Wochenende hatten aufgebrachte Iraner die saudi-arabische Botschaft in Teheran gestürmt, nachdem Saudi-Arabien 47 Menschen exekutiert hatte, darunter den schiitischen Geistlichen. Der Iran sieht sich als Schutzmacht der Schiiten im Nahen Osten, wohingegen in Saudi-Arabien die sunnitische Richtung des Islam Staatsreligion ist. WTI-Öl steigt vor dem Hintergrund des eskalierenden Konflikts am Montag um 0,60 Prozent auf 37,30 US-Dollar. Brent-Öl verteuert sich um 0,72 Prozent auf 37,85 US-Dollar. In der Spitze war Brent sogar auf 38,5 US-Dollar je Barrel und WTI auf 38,3 US-Dollar je Barrel geklettert. Am Persischen Golf werden annähernd 30 Prozent des weltweiten Ölangebots gefördert. Angesichts der heraufziehenden Gefahr eines militärischen Konflikts zwischen Iran und Saudi-Arabien ist das lediglich kleine Zucken des Ölpreises überraschend, selbst wenn die Welt derzeit in Öl schwimmt. Wie aktuell gemeldet wird, hat Russland einen großen Anteil am Überangebot. Im Gesamtjahr 2015 ist Russlands Ölproduktion auf 10,73 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, ein Rekordhoch, das seit dem Ende der Sowjetunion, also seit 25 Jahren nicht mehr erreicht wurde. Auch Russlands Erdöl-Exporte stiegen 2015 um durchschnittlich knapp eine Million Barrel pro Tag. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr 2014 beträgt rund elf Prozent. An Russlands wachsenden Produktionszahlen dürfte sich auch 2016 nichts ändern, weil der stark abgewertete Rubel den Ölpreisverfall teilweise kompensieren hilft. Der Druck auf die Ölpreise dürfte deshalb weiterhin hoch bleiben. Russland ist der weltweit zweitgrößte Ölproduzent. Der Goldpreis steigt zu Beginn des neuen Handelsjahres in der Spitze um knapp 2 Prozent auf mehr als 1.081 US-Dollar je Feinunze. Das Edelmetall wird durch die hochkochenden geopolitischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran angeschoben und steigt damit wieder auf die vor Weihnachten 2015 erreichten Kursniveaus. Weil der Euro zum US-Dollar am Montag leicht abwertet, verbuchen in der europäischen Gemeinschaftswährung bilanzierende Anleger ebenfalls einen Zuwachs von über 2,2 Prozent auf 997 Euro je Feinunze. Die Analysten der Commerzbank gehen allerdings davon aus, dass im Wochenverlauf zu erwartende gute Konjunkturdaten in den USA dem US-Dollar Auftrieb geben könnten. Es sei daher absehbar, dass der Goldpreis in Euro steigen werde. Wie die Commerzbank-Analysten weiter ausführen, verbuchten die wichtigsten Gold-ETFs im Jahr 2015 ihr drittes Jahr in Folge mit Abflüssen. Insgesamt schmolzen die Bestände um rund 133 Tonnen, ein Minus von 8,3 Prozent, ab, wobei insbesondere in der zweiten Jahreshälfte Gelder aus Gold-ETFs abgezogen wurden. In deutlich geringerem Maße verkauft wurden die Bestände aus Silber-ETFs. Deren Bestände verringerten sich nur um 494 Tonnen bzw. 2,6 Prozent. Zu Beginn des neuen Jahres zieht Silber genau wie Gold an und überspringt die Marke von 14 US-Dollar je Feinunze. Die Analysten der Commerzbank geben einen Ausblick auf 2016. Sie erwarten die allmähliche Rückkehr der Investoren. Der Preis beider Edelmetalle könnten sich deshalb im Jahresverlauf fester zeigen. Anders die Deutsche Bank. Weitere Zinsanstiege in den USA könnten den Preisdruck bei Gold aufrechterhalten, heißt es aus Frankfurt. Faktor-ZertifikateHier geht es zu weiteren Produkten...
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