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Europa-Check: Geheimnisse im EZB-Tower
Die letzte EZB-Sitzung des laufenden Jahres hatte es in sich. Dies lag zum einem daran, dass Marktteilnehmer teils mit überzogenen Erwartungen und prall gefüllten Aktienportfolios in diesen Termin gegangen sind. Zum anderen, weil seitdem neue Diskussionen um undurchsichtige Notenbankaktivitäten innerhalb der Eurozone entbrannt sind. Hierbei geht es allerdings nicht um Maßnahmen der EZB, sondern vielmehr um Aktionen der nationalen Euro-Notenbanken. In diesem Zusammenhang taucht immer wieder ein Begriff auf: „Geheimabkommen“. Dieses Abkommen – gemeint ist die ANFA-Vereinbarung (Agreement on Net Financial Assets) –, über das seit Tagen intensiv debattiert wird, ist vielleicht nicht ganz so „geheim“, wie es aufgrund der Ausführungen einiger Marktkommentatoren klingen mag. Doch sind Details dieses Abkommens, das den Handlungsspielraum nationaler Notenbanken regelt, tatsächlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das ist an sich nichts Besonderes, wenn man bedenkt, dass es in fast jeder Behörde oder jedem privaten Unternehmen interne Anweisungen gibt, deren Inhalte nicht für die Außenwelt bestimmt sind. Trotzdem muss man nicht Verschwörungstheoretiker sein, um hellhörig zu werden. Den Anlass, sich etwas intensiver mit der ANFA-Vereinbarung zu beschäftigen, gab schließlich der EZB-Chef selbst. Auf der jüngsten Pressekonferenz erwähnte Mario Draghi auf Nachfrage, dass es „sehr schwer zu verstehen“ sei, warum nationale Notenbanken "bestimmte Anleihen" kaufen. Ob er damit meinte, dass er es selbst nicht genau nachvollziehen könne oder es nur für einen Laien nicht einfach zu verstehen sei, bleibt auslegungsfähig. Auf jeden Fall wollte er nicht preisgeben, was im Rahmen dieses Programms gekauft werde. Pikant ist in diesem Kontext, dass ausgerechnet eine Doktorarbeit mit dem Titel „Die EZB in der Krise“ dazu geführt hat, das Thema verdeckte Staatsfinanzierung erneut aufs Tapet zu bringen. Kritiker unterstellen, dass insbesondere die Notenbanken der Euro- Krisenländer das ANFA-Abkommen zur autonomen Geldschöpfung missbrauchen könnten. Die Summe, für die seit 2006 Anleihen von nationalen Notenbanken gekauft wurden, ist beileibe nicht unerheblich: Sie lag in der Spitze bei 724 Milliarden Euro. Wer aber wieviel und warum gekauft hat, bleibt vorerst ein Geheimnis. Wesentlich nachvollziehbarer gestaltet sich hingegen die Aktivität der im EURO STOXX 50 agierenden Akteure. Wir vermuteten vergangene Woche erste stärkere Abgabebereitschaft bei 3.393 Zählern. Tatsächlich hat sich von dort aus, wie befürchtet, eine Korrektur zunächst bis auf unsere 3.247er Marke vollzogen. Nun visieren wir 3.165/75 Punkte an, den Auslöser für Schwäche bis auf 2.975. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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