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DAX-Check: Nur nicht festlegen
Was es bedeutet, wenn Erwartungen enttäuscht werden, haben viele Börsianer seit der vergangenen Sitzung der Europäischen Zentralbank schmerzlich erfahren müssen. Gegen den Vorwurf, die EZB habe eine schlechte Kommunikationspolitik betrieben, haben sich mittlerweile einige Vertreter des Rats, so etwa der Chef der österreichischen Notenbank Ewald Nowotny oder auch der EZB-Chefvolkswirt Peter Praet (dieser mit Verweis auf die Schweigepflicht) gewehrt. Derlei Probleme dürfte der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) weniger haben, wenn dessen Beschlüsse am kommenden Mittwoch verkündet werden. Weit mehr als drei Viertel der Akteure gehen nun davon aus, dass die Fed nach jahrelanger Zurückhaltung nun endlich ihre erste Zinserhöhung von 25 Basispunkten vornehmen wird. Während diese Entscheidung von den meisten Händlern an den Finanzmärkten schon längst abgehakt sein dürfte, stellt sich natürlich automatisch die Frage: Was passiert danach? Und da sind sich die Börsianer wahrscheinlich genauso wenig einig wie die Mitglieder des FOMC. Sicherlich möchte man den Finanzmärkten signalisieren, dass etwaige weitere Zinserhöhungen langsam und schrittweise vollzogen würden. Aber was unter schrittweise verstanden wird, bleibt vage. Folgt man etwa dem Wall Street Journal- Kommentator und Fed-Kenner Jon Hilsenrath, möchte die US-Notenbank im Gegensatz zur letzten Zinserhöhungsrunde (2004 bis 2006) dieses Mal den Eindruck vermeiden, sie schlage einen vorbestimmten Weg reihenweiser maßvoller Zinserhöhungen ein. Tatsächlich dürfte einigen Mitgliedern des FOMC klar geworden sein, dass die Vorgabe einer Leitlinie für die Zukunft (forward guidance), um den Marktteilnehmern eine gewisse Sicherheit zu geben, mit einem gravierenden Nachteil einhergeht. Die Rede ist vom sogenannten Commitment, von der psychischen Selbstbindung an etwaige Vorhersagen, die eine Festlegung auf einen bestimmten Zinspfad derzeit mit sich bringen würde. Was dabei besonders schwer wiegen dürfte: Die etwaige Reue, falls sich eine derartige Festlegung im Nachhinein als falsch herausstellen sollte. Oder dass die Akteure an den Finanzmärkten auf ein zu starkes Drehen an der Zinsschraube unangemessen stark reagieren könnten. Was die Stimmung der US-Investoren angeht, scheint man große Engagements am heimischen Aktienmarkt derzeit eher zu vermeiden – die dortige Stimmung ist (vgl. jüngste Umfrage der AAII) ausgesprochen neutral. Für den DAX bleiben unterdessen die Auspizien negativ: Die Unterseite ist sogar noch weiter offen bis 10.215 bzw. 9.955/65, darunter gar bis 9.735. Eine allererste Stabilisierung ist erst oberhalb von 10.645/50 Zählern angezeigt. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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