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Markt-Check: EZB lockert Geldpolitik noch weiter
rückBlick: DAX® komfortabel im Plus Besonnen reagierten die Finanzmärkte auf die Terroranschläge vom 13. November in Paris. Auch wenn die Folgen der Anschläge noch nicht abgeschätzt werden können, blieben große Kursverluste an den Aktienmärkten aus. Zwar reagierten Leitindizes wie der französische CAC 40 oder der DAX® zunächst negativ, die Abgaben wurden jedoch schnell wieder ausgeglichen. Der DAX® setzte damit seine Erholung fort, die seit dem Zwischentief Ende September auszumachen ist. Aufgrund dieses dynamischen Aufwärtsimpulses fällt auch die vorläufige Bilanz für das Jahr 2015 mit einem Plus von bis dato fast 14 % positiv aus. Eine maßgeblich treibende Kraft in den vergangenen Wochen könnte die Aussicht auf eine noch lockerere Geldpolitik in der Eurozone gewesen sein. Nachdem EZB-Präsident Mario Draghi nach der Notenbanksitzung im Oktober mögliche weitere Maßnahmen angekündigt hatte, bekräftigte er in der Folge mehrfach seine Bereitschaft zu handeln. Die Finanzmärkte blickten daher gespannt auf die EZB-Sitzung Anfang Dezember. Kampf gegen Inflation verschärft Die EZB handelte und verschärfte den Kampf gegen die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation. Zum einen senkte sie den Einlagensatz von –0,2 % auf –0,3 %. Zum anderen wird das Programm zum Ankauf von Wertpapieren ausgeweitet. Es soll nun bis mindestens März 2017 laufen und damit um ein halbes Jahr länger als ursprünglich geplant. Ferner wurde die Palette der Wertpapiere erweitert, die für Käufe infrage kommen. Demnach dürfen nun auch regionale Anleihen erworben werden. Das monatliche Kaufvolumen von 60 Mrd. Euro bleibt unterdessen unverändert. Zinswende im Dezember? Im Gegensatz zur EZB scheint die US-Notenbank (Fed) bei ihrem Kurs zu bleiben, noch in diesem Jahr die schon seit langem angekündigte Zinswende einzuläuten. Aus dem Protokoll der Fed-Sitzung im Oktober geht hervor, dass einige Mitglieder davon ausgehen, dass die Bedingungen für den Beginn der Zinserhöhungen im Dezember erfüllt sein könnten. An den Finanzmärkten wurde angesichts des Arbeitsmarktberichtes für Oktober ohnehin spekuliert, dass die Wahrscheinlichkeit einer ersten Anhebung der Leitzinsen zugenommen hat. In den USA war die Zahl der neu geschaffenen Stellen deutlich gestiegen und erreichte damit das bislang höchste Niveau in diesem Jahr. Vor allem für Aufmerksamkeit sorgte jedoch das Wachstum bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen. Die jährliche Steigerungsrate zog erneut an und markierte mit 2,5 % den höchsten Wert seit Mitte 2009. Eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr ist aber längst nicht ausgemacht. Die Fed hat sich auch in dem Sitzungsprotokoll von Oktober alle Optionen offengelassen, wann sie die Zinswende einleiten wird. Sie blieb damit bei ihrer erklärten Strategie, sich nicht festzulegen und die geldpolitischen Entscheidungen von der konjunkturellen Entwicklung abhängig zu machen. Sollte die Fed jedoch tatsächlich im Dezember die Zinswende einläuten, stellt sich die Frage, wie es dann weitergeht. Die Notenbank hatte diesbezüglich in der Vergangenheit betont, bei der Anhebung der Leitzinsen behutsam vorzugehen. Moderates Wirtschaftswachstum Die gegenläufigen Erwartungen an den Finanzmärkten hinsichtlich der Geldpolitik in der Eurozone und den USA führten zu einer erneuten Abwärtswelle beim Wechselkurs Euro/US-Dollar. Mit weniger als 1,06 US-Dollar kostete ein Euro damit so wenig wie seit April nicht mehr. Die Schwäche der Gemeinschaftswährung gilt wegen der positiven Auswirkungen auf den Export jedoch gemeinhin als Stütze für die Konjunktur in der Eurozone. Dort hatte sich das Wachstumstempo im dritten Quartal allerdings etwas abgeschwächt. Das Sorgenkind Griechenland verzeichnete sogar wieder einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Besser lief es in Frankreich, das nach der Stagnation im zweiten Quartal nun ein Plus von 0,3 % erzielte. Die Wachstumsdynamik war damit ebenso hoch wie in Deutschland. Im Vorquartal hatte sie mit 0,4 % aber noch etwas höher gelegen. ausBlick: Schwacher Euro und niedrige Ölpreise Das verringerte Tempo in Deutschland dürfte laut Bundesbank im Schlussquartal 2015 anhalten. Sie sieht zwar nach wie vor die Grundvoraussetzungen für einen weiterhin prosperierenden privaten Konsum gegeben. Ihrer Einschätzung nach könnte jedoch die Industriekonjunktur weiterhin schwächeln. Eine Fortsetzung des moderaten Wirtschaftswachstums zum Jahresende scheint auch in der gesamten Eurozone wahrscheinlich. Zu den potenziell stützenden Faktoren zählen der schwächere Euro sowie die weiterhin relativ niedrigen Ölpreise. Auf der anderen Seite bleiben politische Unsicherheiten, wie beispielsweise die spanischen Parlamentswahlen im Dezember. Darüber hinaus bleibt die geopolitische Gemengelage unter anderem wegen der Konflikte in Syrien und der Ukraine brisant. Ein Punkt, der auch im nächsten Jahr die Finanzmärkte beschäftigen könnte. Anziehende Wachstumsdynamik? Der Blick an den Finanzmärkten richtet sich ohnehin immer mehr auf 2016 und die wirtschaftlichen Perspektiven. Die OECD rechnet dabei in der Eurozone mit einer gegenüber dem Vorjahr von 1,5 % auf 1,8 % anziehenden Wachstumsrate. In Deutschland soll das BIP im selben Maße anziehen. Eine positive Indikation lieferte zuletzt auch der ifo-Geschäftsklimaindex. Er war im November deutlich gestiegen und markierte den bislang höchsten Wert in diesem Jahr. „Die deutsche Wirtschaft zeigt sich von der zunehmenden weltweiten Unsicherheit unbeeindruckt. Nicht einmal die Anschläge von Paris haben sich in den Daten negativ bemerkbar gemacht“, kommentierte das ifo-Institut die Ergebnisse. Der Frühindikator könnte damit darauf hindeuten, dass die deutsche Wirtschaft auch in den ersten Monaten 2016 zumindest ihren moderaten Expansionskurs fortsetzt, vielleicht sogar wieder bei der Wachstumsdynamik zulegt. |
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