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Europa-Check: EZB-Entscheid? Schöne Bescherung!
Die Gesichter der Händler, in die man nach Verkündung des EZB-Zinsentscheids blicken konnte, sprachen Bände. Sie glichen denen von Kindern, die alles, nur nicht ihr heiß ersehntes Weihnachtsgeschenk unter dem Baum vorgefunden haben. Vereinzelt sprachen Marktbeobachter sogar von einer „Schockreaktion“, womit wohl das plötzliche Einknicken der europäischen Aktienmärkte bzw. der nach oben schießende Eurokurs gemeint war. Diese Formulierung ist sicher überzogen, doch tatsächlich waren die Markterwartungen an die Notenbanker diesmal außerordentlich hoch gesteckt gewesen. Zudem führte ein dubioser Umstand dazu, dass Euro-Eindeckungskäufe und eine Verkaufswelle bei Aktien bereits vor der offiziellen EZB-Verkündung losgetreten wurden. Ganze acht Minuten zu früh platzte nämlich die Financial Times mit einer Falschmeldung heraus. Darin hieß es, die EZB habe die Zinsen unverändert gelassen. Doch selbst, als klar wurde, dass es sich nur um einen groben Schnitzer britischer Journalisten handelte, fand der Aktienmarkt nicht mehr in die Gewinnzone zurück. Dies lässt vermuten, wie einseitig positioniert die Akteure in die letzte EZB-Sitzung des laufenden Jahres gegangen waren. Dabei ließen sich bereits vor dem Notenbanktreffen erstaunlich viele kritische Stimmen vernehmen. Beispielsweise die von Volker Wieland, einem der Wirtschaftsweisen, der davor warnte, die Anleihekäufe auszuweiten und stattdessen anregte, das Programm früher als vorgesehen auslaufen zu lassen. Nun hat sich der EZB-Rat genau für das Gegenteil, nämlich für eine deutliche Verlängerung der Lockerungsmaßnahmen entschieden. Das war Investoren aber dennoch viel zu wenig. Genauso wie das zehntel Prozent, um das der Einlagesatz der Geschäftsbanken reduziert wurde. Zumindest die negativen Reaktionen auf diese Entscheidung haben einige Notenbanker aber selbst verschuldet. Denn noch vor kurzem sickerte aus der EZB-Führungsriege durch, der Zinssatz könne um bis zu einem halben Prozent nach unten gedrückt werden. Klar, dass dadurch hohe Erwartungen bei den Akteuren geschürt wurden. Große Hoffnungen haben sich zahlreiche Anleger auch auf einen Jahresendspurt gemacht. Bis Mitte November schraubten institutionelle Investoren nochmals deutlich ihre Aktienquote nach oben und senkten dafür ihre Kassenbestände auf ein Viermonatstief (BofA Merrill Lynch Fondsmanager-Umfrage). Diese Aktionen haben wohl auch den Euro-Leitindex auf unser Kursziel gehievt. Kurz vor dem Auslösepunkt für weitere Gewinne, der nach wie vor bei 3.536/41 liegt, ging Käufern aber die Puste aus. Nun befinden sich Euroland-Aktien abermals im Korrekturmodus. Deshalb könnten die Kurse in den letzten Tagen dieses Börsenjahres bis auf 3.247/53 oder gar bis auf die 3.165/75er Marke fallen. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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