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03.12.15, 10:00

Extra-Check: Institutionen, die die Märkte bewegen Teil 3: Die Europäische Zentralbank (EZB)

Notenbanken und ihre Entscheidungen spielen derzeit eine zentrale Rolle an den Finanzmärkten.
Extra-Check: Institutionen, die die Märkte bewegen Teil 3: Die Europäische Zentralbank (EZB)

Notenbanken und ihre Entscheidungen spielen derzeit eine zentrale Rolle an den Finanzmärkten. Während die US-amerikanische Notenbank Fed (vgl. Teil 2 der Serie in Ausgabe 9/2015) derzeit eine restriktivere Geldpolitik anzustreben scheint, steht die Europäische Zentralbank (EZB) kurz davor, die Geldschleusen weiter zu öffnen.

Entstehung und Aufgaben
Die Geschichte der EZB reicht im Vergleich zu vielen anderen Notenbanken noch nicht sehr weit zurück. Gegründet wurde sie im Jahre 1998 als Zentralbank für alle an der Europäischen Wirtschaftsund Währungsunion teilnehmenden Staaten. Zusammen mit den nationalen Notenbanken, wie beispielsweise der Bundesbank, bildet sie das Eurosystem, das die Geldpolitik aller Mitgliedstaaten ausgestaltet und festlegt. Die EZB ist unabhängig von den nationalen Regierungen und hat das alleinige Recht, Euro-Banknoten auszugeben. Ihren Sitz hat sie in Frankfurt am Main. Zu ihren Aufgaben gehört in erster Linie die Gewährleistung der Preisstabilität. Das heißt, sie muss dafür sorgen, dass die Teuerungsrate bzw. Inflation auf einem Niveau verharrt, das sich positiv auf das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen auswirkt. Aktuell verfolgt die EZB das Ziel, die Inflationsrate auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 % zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Das wichtigste geldpolitische Instrument ist hierbei die Festlegung des Leitzinses und somit die Steuerung der Geldmenge. Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken im Euroraum Geld von der EZB leihen können. Je nach konjunktureller Lage und Entwicklung des Preisniveaus fällt dieser Satz höher oder niedriger aus – seit der Finanzkrise ist er extrem niedrig. Eine weitere Möglichkeit, indirekt Einfluss auf die Inflationsrate zu nehmen, ist auch das seit März 2015 laufende Anleihenkaufprogramm. Darüber hinaus verwaltet die EZB die Währungsreserven des Euroraums, sorgt für eine reibungslose Funktion der Zahlungssysteme und gewährleistet Sicherheit und Stabilität im europäischen Bankensystem.

Zusammensetzung der EZB
Die wichtigsten Entscheidungsorgane der Notenbank sind der EZB-Rat und das EZB-Direktorium. Der Rat setzt sich aus den Mitgliedern des Direktoriums und den Präsidenten der nationalen Notenbanken zusammen. Er analysiert die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung, legt die Währungspolitik fest und bestimmt die Zinssätze. Das Direktorium besteht aus dem Präsidenten, dem Vize-Präsidenten und vier weiteren Personen. Aktuell sitzt Mario Draghi diesem Gremium vor. Die Aufgaben des Direktoriums sind die Durchführung der Tagesgeschäfte sowie der Beschlüsse des EZB-Rates.

Immer wieder wird Kritik an der Geldpolitik der EZB laut. So ist beispielsweise umstritten, ob sie mit dem Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt ihr Mandat überschreitet. Einige Experten sehen darin eine Form der monetären Staatsfinanzierung, die nach EU-Verträgen verboten ist.
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