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Europa-Check: Rohstoffpreisverfall provoziert konträre Reaktionen
Selten war der Ausgang des Börsenjahres so offen wie dieses Mal. Einerseits haben nach den überraschend starken Oktoberzahlen die letzten US-Arbeitsmarktdaten für 2015, die Anfang Dezember veröffentlicht werden, spürbar an Bedeutung gewonnen. Andererseits stehen noch zwei wegweisende Notenbanksitzungen dies- und jenseits des Atlantiks an, zwei Termine, bei denen alles möglich scheint. In früheren Jahren wäre es tabu gewesen, so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen über signifikante Änderungen der geldpolitischen Richtung zu entscheiden. Heute scheint es hingegen so, als ob Marktteilnehmer sich geradezu neue Signale herbeiwünschten. So geht eine erstaunlich große Anzahl von Akteuren beispielsweise davon aus, dass die Fed Mitte Dezember das Ende ihrer Nullzinspolitik ausrufen wird. Und das, obwohl der Internationale Währungsfonds im Vorfeld des G20-Treffens am Wochenende in einer Stellungnahme dazu riet, sich mit diesem Schritt lieber Zeit zu lassen. In Europa bewerten Investoren die Situation hingegen völlig anders. Dort rechnet der Markt fest mit einer weiteren Ausdehnung des quantitativen Lockerungsprogramms sowie einer drastischen Verteuerung der Strafzinsen für Bankguthaben seitens der Europäischen Zentralbank. Vergangene Woche sickerte aus dem inneren Zirkel des Rates die Information durch, der EZB-Einlagensatz könnte auf bis zu minus 70 Basispunkte gesenkt werden. Besonders interessant ist aber derzeit die Argumentation der Marktteilnehmer, wenn sie zu den beiden möglichen Zinsschritten Stellung beziehen. Tatsache ist, beide Notenbanken bekämpfen einen gemeinsamen Feind: die viel zu niedrige Inflation. Und daran sind, soweit ist man sich ebenfalls einig, hauptsächlich fallende Energie- und Rohstoffpreise schuld. Aber in den USA hat man immerhin den Vorteil, auf eine wachsende Wirtschaft und einen zusehends robusten Arbeitsmarkt zu blicken, was das Lösen von der Nullzinspolitik in den Augen zahlreicher Fed-Mitglieder absolut rechtfertigt. Die fallenden Preise an den Rohstoffund Energiemärkten erklären Händler hingegen mit der drohenden Fed-Zinserhöhung und verkaufen deshalb munter weiter Basis- und Edelmetalle oder Öl-Terminkontrakte. Aufgrund genau dieser Preisabwärtsspirale will die EZB ebenfalls handeln – nur eben genau in die entgegengesetzte Richtung. Diffiziler könnte die Situation kaum sein. Auch wenn in der Berichtswoche der Test unseres 3.506er Kursziels (darüber 3.579) ausblieb, scheinen Investoren, insbesondere Anleger aus den USA, am europäischen Aktienmarkt abermals Gefallen gefunden zu haben. Um die kurzfristig positive Entwicklung fortzusetzen, darf wie gehabt die 3.302er Unterstützung nicht verletzt werden. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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