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Öl nach US-Lagerbestandsbericht deutlich fester, Goldanleger sorgen sich vor der Fed
Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt nachgegeben. WTI rutschte zum Wochenauftakt um 1,25 Prozent. Brent gab ebenfalls nach und verlor 1,28 Prozent. Am Freitag zuvor hatte der Lagerbestandsbericht der amerikanischen Energy Information Administration den Rohölpreis sehr kräftig angeschoben. Die WTI-Notierungen gingen von 43 auf 46 US-Dollar nach oben – größter Kursgewinn seit acht Wochen. Binnen Monatsfrist hat WTI-Öl damit 0,81 Prozent gewonnen, Brent notiert mit 1,91 Prozent im Plus. Der Hintergrund: Die Bestände sind seit vielen Wochen erstmals weniger als erwartet gestiegen. Zugleich erhöhte sich die Raffinerie-Nachfrage in den USA: Im Durchschnitt der vergangenen vier Wochen belief sich diese auf 19,5 Millionen Barrel pro Tag, was rund 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr beträgt. Dennoch ist die von den OPEC-Mitgliedern künstlich hochgehaltene Überproduktion weiterhin evident. Investoren in Rohöl sollten außerdem beachten, dass die Ölexporte aus dem Iran im kommenden Jahr massiv zunehmen werden. Nach dem Ende der westlichen Sanktionen hat die Regierung in Teheran bereits die Weichen für bedeutende Investitionen im Ölsektor gestellt, die den Rohölexport des Landes kurzfristig verdoppeln sollen. Insgesamt bleibt das schwache Wachstum der US-Wirtschaft ein Unsicherheitsfaktor: Am Donnerstag der vergangenen Woche wurde die erste Schätzung für das Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal bekannt gegeben. Das konjunkturelle Wachstum hat sich mit 1,5 Prozent deutlich verlangsamt. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal hatte die US-Wirtschaft noch um 3,9 Prozent zugelegt. War Gold vor dem Fed-Zinsentscheid bis auf 1.185 USD pro Feinunze gestiegen, hat das Edelmetall in den vergangenen beiden Wochen seine Gewinne zum Teil wieder abgegeben. Am Montag, 2. November setzte Gold bis auf 1.134 USD zurück – ein Vier-Wochen-Tief. Analysten erklären den Preisrutsch mit dem überraschend falkenhaften Fed-Statement vom Mittwoch vergangener Woche. Den Marktbeobachtern zufolge ist die US-Notenbank offenbar trotz zuletzt schwächerer US-Wirtschaftsdaten bereit, die Zinsen baldmöglichst anzuheben, was mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent schon im Dezember der Fall sein könnte. Dieser sechswöchige Countdown bis zu einer möglichen Zinserhöhung im Dezember könnte in den kommenden Wochen weiterhin für Verunsicherung sorgen. Wie die Analysten der Commerzbank schreiben, haben die spekulativen Finanzinvestoren in der Woche zum 27. Oktober erstmals seit sechs Wochen ihre Netto-Long-Positionen bei Gold wieder leicht reduziert. Nicht zuletzt aufgrund von Abflüssen aus den Gold-ETFs im Umfang von 2,6 Tonnen am vergangenen Freitag ist der Goldpreis damit unter Druck geraten. Impulse für das Edelmetall könnten kurzfristig aus der Eurozone kommen: Hier könnte eine mögliche neue QE-Spritze der EZB für einen weiter fallenden Euro sorgen, meint Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Es sei wahrscheinlich, so Hansen, dass die Entscheidungen der US-Notenbank für einen härteren US-Dollar auf der einen Seite und der EZB für eine Abwertung des Euro auf der anderen Seite zu einem stärkeren Dollar im kommenden Jahr führen – wodurch sich die Lage der in US-Dollar notierten Rohstoffe zunächst weiter anspannen könnte. Allerdings könnte mit einer QE-Ausweitung in der Eurozone auch wieder die physische Nachfrage nach Gold steigen. Zusammen mit der ungebrochen hohen physischen Nachfrage aus Indien könnte sich der seit Anfang August laufende Erholungstrend damit weiter fortsetzen.
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