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DAX-Check: Konsumrausch oder Bargeld bunkern?
Man kann durchaus der Ansicht sein, dass unter den großen Notenbanken weltweit die EZB während der vergangenen zehn Tage die interessanteste geldpolitische Perspektive geboten hat. Während die US-Fed, wie erwartet, die Zinsen nicht erhöht hat, mag die geldpolitische Zurückhaltung der Bank von Japan (BoJ), die den deutlich gesenkten Inflationsprognosen nicht noch ein weiteres quantitatives Lockerungsprogramm hat folgen lassen, mancherorts für Erstaunen gesorgt haben. Dennoch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und vielleicht möchte man bei der BoJ, der Mutter aller quantitativen Lockerungsmaßnahmen, erst einmal abwarten, was die US-Notenbank als nächstes tun wird. Denn es gilt keineswegs als ausgemacht – auch wenn das Statement im Anschluss an die jüngste Sitzung des Offenmarktausschusses vielfach dahingehend interpretiert wird –, dass es in diesem Jahr tatsächlich noch zu einer Zinserhöhung kommen wird. Unterdessen hat die Aussicht, dass die EZB bei ihrer Dezember- Sitzung den ohnehin negativen Einlagenzins von -0,2 auf -0,3 Prozent senken könnte, bei Börsianern für Verzückung gesorgt. Andererseits machen sich Sparer natürlich Sorgen, ob sich die Banken nicht doch noch eines Tages gezwungen sehen werden, diese Negativzinsen weiterzugeben. Wohin das führen kann, sieht man etwa in Schweden, wo ein Kommentator jüngst zwei Trends feststellte. Dortzulande verharrt der Leitzins seit Juli auf einem Niveau von -0,35 Prozent, ohne dass diese Kosten von den Geschäftsbanken auf die Kunden direkt abgewälzt worden wären. Aber es ist im Gegensatz zu Deutschland noch ein anderer Trend erkennbar: So wird Bargeld in Schweden immer unbeliebter; einige Banken sollen dort bereits in ländlichen Gegenden die Geldautomaten abmontiert haben. Mehr noch, wer zu viel Bargeld einsetzt, macht sich schnell krimineller Machenschaften verdächtig. Anders ausgedrückt: Eine drastische Verringerung des Bargeldverkehrs, gepaart mit steigenden Negativzinsen, dürfte die Verbraucher dazu zwingen, ihre Ersparnisse womöglich sinnlos zu verprassen oder „in der Mikrowelle“ zu bunkern. Von derlei Entwicklungen sind wir natürlich in Deutschland weit entfernt, zumal Bundesbankpräsident Jens Weidmann noch Mitte Juni Befürwortern der Bargeld-Abschaffung eine ganz klare Absage erteilte. Egal, in welcher Form Negativzinsen an den Verbraucher weitergegeben werden: Das Rezept gegen diese Kosten muss nicht im Horten von Bargeld bestehen. Außerdem gibt es Alternativen zum sinnlosen Konsum: langfristige Aktienengagements. Auch wenn der DAX eine Pause nach seinem deutlichen Anstieg während der Vorwoche eingelegt hat, reicht der Spielraum für weitere Kursgewinne immer noch bis 11.220/25 bzw. 11.550 Zähler. Dabei darf nun die Unterstützung bei 10.510/15 allerdings nicht verletzt werden. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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