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27.10.15, 09:45

Europa-Check: EZB-Lockerungsübungen

Vergangene Woche hatten wir uns mit der Inflationsentwicklung der Eurozone und deren mögliche Auswirkung auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank auseinandergesetzt.
Europa-Check: EZB-Lockerungsübungen

Vergangene Woche hatten wir uns mit der Inflationsentwicklung der Eurozone und deren mögliche Auswirkung auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank auseinandergesetzt. Dieses Thema bleibt hochaktuell. Denn spätestens nach der jüngsten Ratssitzung müssen sich Marktteilnehmer wohl oder übel wieder mit der viel zu niedrigen Teuerungsrate und mit einer möglichen Aufstockung des quantitativen Lockerungsprogramms (QE) beschäftigen. EZB-Präsident Mario Draghi ließ jedenfalls keinen Zweifel an seiner Bereitschaft aufkommen, die QE-Aktivitäten auszuweiten – ganz gleich, ob das nun bedeutet, den bestehenden Maßnahmenkatalog und/oder die Volumina des laufenden Anleihekaufprogramms zu vergrößern.

Was auch immer der EZB-Führung vorschwebt, entscheidend ist die Dringlichkeit, mit der die Forderung nach weiteren geldpolitischen Eingriffen formuliert wird. Draghi zeigt Entschlossenheit. Und interne Analysen der EZB lassen grob erahnen, wie viel Spielraum sie noch zu haben scheint. EZB-Direktor Vitor Constâncio hat beispielsweise vor kurzem vorgerechnet, dass bislang erst Anleihen im Gegenwert von 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von den Märkten abgepumpt wurden. Dies ist deutlich weniger als die Summen, die andere QE-Vorreiter erworben haben. Die Bank von England kaufte so viel wie ein Fünftel der heimischen Wirtschaftsleistung auf, die US-Fed ein Viertel und die japanische Notenbank hat sogar schon Wertpapiere in Höhe von beinahe zwei Dritteln des BIP absorbiert. Dies lässt vermuten, in welche Dimensionen die Anleihekäufe der EZB letztendlich ausufern könnten. Vorausgesetzt, sie erweitert die Basis der Papiere, die ihrem Kaufprogramm zugrunde liegt.

Es war keine Überraschung, dass die niedrigen Ölpreise erneut zu den Argumenten Draghis gehörten, mit denen er die gefährlich niedrige Inflationsrate zu erklären versuchte. In der EZB-Pressekonferenz begründete er diesmal aber den anhaltenden Preisdruck auf Rohöl nicht nur durch die Angebots-, sondern auch mit der schwächelnden Nachfrageseite. Interessanterweise hat der Iran gerade angekündigt, nach Beendigung der Sanktionen seine Ölexporte verdoppeln zu wollen. Die Angebotsseite dürfte demnächst also sicher nochmal aufs Tapet kommen. Auf der letzten EZB-Ratssitzung des Jahres im Dezember soll übrigens geprüft werden, ob die Geldpolitik die Konjunktur ausreichend stimuliert. Die Antwort kennen wir schon: Nein!

Ein paar kauffreudige Akteure haben erstaunlich kraftvoll das verbleibende Angebot des sommerlichen Abschwungs absorbiert. Dadurch wurde nun der Weg für Kurserholungen bis 3.506 und darüber bis 3.579 freigelegt. Um das stabile Umfeld zu erhalten, dürfen Rückschläge jedoch nicht mehr auf ein Niveau unterhalb der 3.207/12er Unterstützung führen.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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