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Chinas Wachstumsschwäche belastet die Ölpreise, Gold setzt nach Gewinnmitnahmen zurück
Die Ölpreise geben zu Beginn der neuen Woche kräftig ab. WTI fällt um mehr als 1 Prozent, Brent verliert etwas stärker um 1,25 Prozent. Hintergrund der nachgebenden Kurse könnten die am Montag gemeldeten schwachen chinesischen Konjunkturdaten sein. Chinas Wirtschaft hat im vergangenen Quartal lediglich ein Wachstumsplus von 6,9 Prozent erreicht - niedrigster Wert seit mehr als sechs Jahren. Zum ersten Mal seit der Finanzkrise ist damit Chinas Wachstum unter die Marke von 7 Prozent gefallen. Wie es weitergeht, wird der neue Fünf-Jahres-Plan des Landes bestimmen, der im Laufe des Monats in Peking verabschiedet wird. Die weltweit zurückgehende Nachfrage nach Öl setzt weiterhin den Bohraktivitäten in den USA zu. Am vergangenen Freitag hatte der Öldienstleister Baker Hughes neue Zahlen zu den aktiven Ölbohrungen vorgelegt: Sie sind in der Woche zum 16. Oktober um weitere 10 Stück gefallen – siebter Wochenrückgang in Folge. Mit nur noch 595 aktiven Ölbohrungen ist die Bohraktivität in den USA damit auf dem niedrigsten Niveau seit Juli 2010 angelangt. Diese Meldungen hatten am Freitag für einen kurzfristigen Preisanstieg gesorgt. Gegen die sehr niedrigen Ölpreise regt sich aktuell überraschender Widerstand aus dem Iran. Der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh fordert die Mitglieder des Rohölkartells OPEC zu einer Kürzung der Förderung auf, um die Ölpreise wieder bis auf ein Preisband von 70 bis 80 US-Dollar je Barrel zu treiben. Der Hintergrund: Nach dem Ende der internationalen Sanktionen will der Iran rasch wieder die einstigen Marktanteile im Ölgeschäft zurückerobern. Während das Land derzeit 2,8 Millionen Barrel täglich produziert, soll bis 2021 eine Rohölproduktion von 4,7 Millionen Barrel täglich erreicht werden. Doch um die nötigen Investitionen zur Sanierung der veralteten Infrastruktur der Ölförderung stemmen zu können und die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, braucht der Iran Geld – und damit höhere Ölpreise. Zu Wochenbeginn setzt Gold seinen Preisrückgang vom vergangenen Freitag fort. Das Edelmetall verbilligt sich um knapp ein halbes Prozent. Mitte der vergangenen Woche hatte der Goldpreis kurzzeitig mit 1.190 US-Dollar ein 4-Monatshoch erreicht. Wie die aktuellen CFTC-Daten zur Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer veranschaulichen, wurden in der Woche zum 13. Oktober Netto-Long-Positionen in Gold um fast 70 Prozent auf 77.000 Kontrakte ausgeweitet – höchster Stand seit Mai 2015. Analysten erklären den Preisrückgang zum Wochenauftakt nach den kräftigen Anstiegen der Vorwoche mit Gewinnmitnahmen. So war es am Freitag bei den wichtigsten Gold-ETFs zum stärksten Tagesabfluss seit Anfang September gekommen: Investoren zogen aus den ETFs insgesamt 5,4 Tonnen ab. Neue Impulse für den Goldpreis könnten aus China kommen, denn das Land kauft weiterhin zu – nicht zuletzt, um seine enormen Devisenreserven abzubauen: Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, hatte der Wert der chinesischen Goldreserven Ende September 61,2 Milliarden US-Dollar erreicht. Weil China stets nur Angaben zum Wert der Goldreserven macht, aber keine Zahl zum Umfang der Bestände meldet, haben Branchenkenner auf der Grundlage des Goldpreises zu Ende des Septembers einen Anstieg der chinesischen Goldmenge um rund 15 Tonnen auf aktuell rund 1.708 Tonnen errechnet.
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