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19.10.15, 09:45

DAX-Check: Schwankende Hoffnungen

Viele Volkswirte vertreten derzeit die Ansicht, dass die Neigung der Europäischen Zentralbank, ihr im März begonnenes quantitatives Lockerungsprogramm zu vergrößern, gestiegen ist. Als Grund für diese Einschätzung führen sie die unbefriedigende Entwicklung der Inflation in der Eurozone an.
DAX-Check: Schwankende Hoffnungen

Viele Volkswirte vertreten derzeit die Ansicht, dass die Neigung der Europäischen Zentralbank, ihr im März begonnenes quantitatives Lockerungsprogramm zu vergrößern, gestiegen ist. Als Grund für diese Einschätzung führen sie die unbefriedigende Entwicklung der Inflation in der Eurozone an. So taxieren die Experten (vgl. Reuters) die Wahrscheinlichkeit, dass die Anleihekäufe der EZB über September 2016 hinaus laufen werden, auf 70 Prozent. Als dann auch noch Ratsmitglied Nowotny äußerte, die EZB verfehle ihre Inflationsziele, braucht man sich nicht zu wundern, dass viele Börsianer auf einen positiven Schub für den DAX hoffen.

Auf der anderen Seite schwanken die Erwartungen zur Notenbankpolitik in den USA nun schon seit einigen Monaten hin und her. Am Ende bleibt dort jedoch eine immer wieder aufgeschobene Zinswende, manchmal garniert mit Diskussionen über ein neues quantitatives Lockerungsprogramm. Fast könnte man darin, wie ein US-Kommentator unlängst sarkastisch meinte, eine Strategie erkennen: Zunächst redet man die Märkte mit Hoffnung auf weitere quantitative Lockerungen hoch, und wenn die Kurse dann ein komfortables Niveau erreicht hätten, bräuchte man diese Erwartungen nur wieder leicht zu dämpfen. Doch stellt sich ohnehin die Frage, ob eine verschobene Zinswende in den USA und ein weiteres quantitatives Lockerungsprogramm der EZB tatsächlich für so großangelegte Aktienkäufe sorgen würden, wie dies von manchen Börsianern derzeit erhofft wird. Selbst wenn die EZB ihr Anleihekaufprogramm noch in diesem Jahr erhöhen und die Fed auf lange Sicht sogar ein quantitatives Lockerungsprogramm auflegen sollte, sieht die globale Gleichung ganz anders aus. Denn es ist noch gar nicht lange her, da machte der Begriff einer möglichen quantitativen Straffung die Runde, weil sich die globalen Währungsreserven bei den Zentralbanken von Mitte 2014 bis Mitte 2015 um rund 500 Milliarden Dollar verringert hatten. Dieser Trend dürfte sich auch im September fortgesetzt haben: Alleine in diesem Monat verzeichnete die chinesische Zentralbank einen Rückgang ihrer Währungsreserven um mehr als 40 Milliarden USD. So gesehen dürfte es generell den übrigen großen Zentralbanken der Welt schwer fallen, sich von ihrer unkonventionellen Geldpolitik zu verabschieden.

Allerdings ist nicht gesichert, ob der DAX wegen dieser Rechnung während der Berichtswoche trotz mehrerer Versuche seinen Stabilitätspunkt – nun modifiziert bei 10.225/30 – nicht überwinden konnte. Das mittelfristig neutrale Territorium würde darüber bis auf 10.390 bzw. 10.485 Punkte reichen. An der Unterseite darf indes als (kritische) Basis für eine positive Entwicklung 9.635/40 nicht mehr unterlaufen werden.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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