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28.09.15, 12:45

DAX-Check: Selektive Wahrnehmung der Risiken

Eine weitere unangenehme Börsenwoche liegt hinter uns. Das Hauptgesprächsthema bei Anlegern und Investoren war natürlich der VW-Skandal, der mit der Bezeichnung Diesel-Gate fast schon ein bisschen verharmlost wird.
DAX-Check: Selektive Wahrnehmung der Risiken

Eine weitere unangenehme Börsenwoche liegt hinter uns. Das Hauptgesprächsthema bei Anlegern und Investoren war natürlich der VW-Skandal, der mit der Bezeichnung Diesel-Gate fast schon ein bisschen verharmlost wird. Obwohl der Autohersteller milliardenschweren Bußgeldern und Strafen sowie Schadensersatzklagen entgegensehen muss, scheinen viele Akteure offenbar davon auszugehen, dass es mit der Abstrafung der VW-Aktie (Vorzüge) von weit über 30 Prozent allein in der vergangenen Woche getan sei. Denn der Optimismus der Anleger zeigte sich zur Wochenmitte nicht nur ungebrochen bezüglich deutscher Aktien, sondern war sogar noch ein bisschen gestiegen (vgl. Börse Frankfurt). Mit anderen Worten: Für die relativ hohe Anzahl von Börsenbullen und den damit verbundenen Aktienengagements auf der Käuferseite muss der Kurssturz des DAX bis in die Nähe der Jahrestiefs mit hohen Verlusten einhergegangen sein. Verluste, von denen man immerhin noch glaubt, sie wettmachen zu können. Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen dieses gewagten Schritts: Der VW-Skandal bliebe ein Einzelfall und die Verlustrisiken im finanziellen Bereich überschaubar.

Beides ist höchstwahrscheinlich nicht gegeben. Zwar tendieren nach Beobachtung der verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse Anleger sehr schnell zu der Annahme, dass eine Unregelmäßigkeit selten alleine komme. Egal, ob diese Weisheit stimmt oder nicht – dieses Mal scheint die mehrheitliche Positionierung der Akteure dafür zu sorgen, dass man beim VW-Skandal indes von einem, wenn auch schwerwiegenden Einzelfall ausgeht. Alleine was die Verlustrisiken innerhalb des Konzerns betrifft, ist jedoch nicht nur mit den kolportierten Strafen von theoretisch 18 Milliarden Dollar zu rechnen. Während Optimisten hoffen, dass dieser Betrag in der Realität am Ende sogar erheblich niedriger ausfallen mag, sehen Börsenpessimisten dies wahrscheinlich anders. Letztere dürften sich auch etwas intensiver mit den möglichen Risiken innerhalb des Konzerns selbst, zu dem auch eine große Finanzsparte gehört, beschäftigen (vgl. The Economist). Mit anderen Worten: Allein die Positionierung der Anleger dürfte für eine selektive Wahrnehmung der Fakten sorgen.

Am Ende haben es die Skeptiker naturgemäß leichter, weil sie ihre Verlustabsicherungen überwiegend mit Gewinn auflösen könnten. Ob diese Rückkäufe alleine jedoch reichen, den DAX so weit nach oben zu treiben, dass auch die Optimisten sich mit halbwegs blauem Auge aus ihren Engagements befreien können, erscheint jedoch zweifelhaft. Zwar mögen Charttechniker nach der Erholung vom Freitag die Chance auf einen Doppelboden sehen – eine Stabilisierung, die wir jedoch erst jenseits von 10.185/90 bestätigen können. Unterdessen bleibt die Unterseite recht offen, wobei Kapitulationsverkäufe unter dem Jahrestief (vornehmlich unter 9.265/70) den DAX auch bis auf 8.885/90 treiben können.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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