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22.09.15, 11:00

Europa-Check: Im tiefen Tal der Niedrigzinsen

Auch wenn die gesamte Aufmerksamkeit der Finanzmärkte vergangene Woche auf die US-Notenbank gerichtet war, ließen Marktteilnehmer keinen Zweifel daran, dass Zinsen auch in Europa derzeit das alles beherrschende Thema darstellen.
Europa-Check: Im tiefen Tal der Niedrigzinsen

Auch wenn die gesamte Aufmerksamkeit der Finanzmärkte vergangene Woche auf die US-Notenbank gerichtet war, ließen Marktteilnehmer keinen Zweifel daran, dass Zinsen auch in Europa derzeit das alles beherrschende Thema darstellen. Anders als in den USA, wo hauptsächlich darüber spekuliert wird, wann die erste Zinsanhebung seit fast einer Dekade erfolgen wird, wird in Europa immer noch diskutiert, ob die Vorteile einer ultraniedrigen Geldpolitik wirklich die Nachteile überwiegen. Und obgleich die Europäische Zentralbank bei ihrer jüngsten Sitzung darlegte, sie werde das laufende Lockerungsprogramm, falls nötig, zeitlich oder mengenmäßig auszuweiten, fordern zahlreiche Ökonomen und Wirtschaftsführer ein vorzeitiges Ende dieser Aktionen. Vor allem aber verlangen sie ein Ende der niedrigen Zinsen.

An vorderster Front der Zinskämpfer stehen die Vertreter der Lebensversicherungsindustrie. Diese Kapitalsammelstellen leiden bekanntermaßen stark unter dem Niedrigzinsumfeld. Dadurch arg in ihrer Performance gebeutelt, schleusen Versicherer seit einiger Zeit wieder Gelder in den Aktienmarkt, der ja von Analysten zu Jahresbeginn als „einzig wahre Alternative“ angepriesen wurde. Nach den jüngsten Schwächeanfällen der Weltbörsen ist aber den meisten Investoren erneut klar geworden, dass die Suche nach einer besseren Rendite unangenehme Begleiterscheinungen aufweisen kann. Deshalb hat jetzt Gabriel Bernardino, Chef der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA), vor den Risiken gewarnt, die ein Umschwenken in andere Anlageklassen außerhalb der Rentenmärkte mit sich brächte. Ein anderer Vertreter dieses Sektors, der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, fordert daher sofortige politische Unterstützung und hat Änderungen für die Mechanik der Zinszusatzreserven angemahnt. Die Lage an den Kapitalmärkten schätzt er allerdings sehr nüchtern ein. Ihm ist bewusst, dass in Europa keine Zinswende in Sicht ist, selbst wenn die Fed in den USA den Leitzins demnächst anheben sollte. Aber da nicht einmal dort der Wille oder vielleicht auch der Mut vorhanden zu sein scheint, der Nullzinspolitik endlich Adieu zu sagen, und in Euroland nach wie vor keine Inflation droht, wird man in Europa wohl noch sehr lange im tiefen Zinstal ausharren müssen.

Der Euro-Leitindex zeigte während der Berichtswoche wenig Schwankungsfreude. Daher bleibt das jüngste Szenario – eine Erholung bis 3.325/30 (leicht abgesenkt), im besten Fall bis 3.422/27 Punkte – unverändert. Diese Erwartungshaltung setzt allerdings voraus, dass der Markt sich oberhalb der 3.112er Unterstützung halten kann.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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