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Luxusmarken trotz Chinakrise stabil
Europäische Luxusmarken zeichnen sich besonders durch Tradition und Qualität aus. Doch auch an der Luxusbranche geht die chinesische Wachstumskrise nicht spurlos vorbei. Viele der Luxusmarken mussten ihre Wachstumsprognosen für das kommende Halbjahr nach unten revidieren. Trotzdem konnten einige Unternehmen noch solide Umsatzzahlen für die letzten Monate vorzeigen. Richemont ist der Besitzer mehrerer Unternehmen, die auf Luxusgüter spezialisiert sind. Zu den namenhaften Marken zählen Cartier, Jaeger-LeCoultre und Montblanc. Laut Bloomberg versucht die chinesische Regierung schon seit 2012 die Anreize für hohe Konsumausgaben zu senken. Durch die Abwertung des Yuans und den korrigierten Wachstumszahlen, wird der Vertrieb im chinesischen Markt zu einer noch größeren Herausforderung. Das Unternehmen konnte dennoch die Verkaufszahlen der letzten fünf Monate um 4% steigern. Dies war vor allem durch steigende Nachfrage in Europa und Japan möglich, die einen Teil des Nachfrageeinbruchs in China, Macau und Hong Kong kompensierte. In Europa konnte der Umsatz um 26%, in Japan sogar um 48% gesteigert werden. Der Luxuskonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE meldete Anfang August sogar eine Umsatzsteigerung von fast 20% auf 16,7 Mrd. EUR und eine Steigerung des Gewinns von 5% auf 1,5 Mrd. EUR. Doch die Abwertung des Yuan macht die ohnehin schon teuren Import-Luxuswaren aus Europa für die Chinesen noch teurer. Für Multimillionäre hat der Preisanstieg vermutlich wenig Auswirkungen, doch besonders der aufstrebende Mittelstand ist davon betroffen. Da Asien in den letzten Jahren der wachstumsstärkste Markt für die Luxusmarken war, könnten die Wachstumsprognosen für das kommende Jahr verfehlt werden. Allerdings sei laut dem Luxusverband Altagamma der Anteil der Luxuskäufe von chinesischen Touristen an den Gesamtausgaben für hochwertige Güter sogar gestiegen. Am wenigsten von den Entwicklungen scheint zur Zeit der Hersteller des berühmten Kelly Bags Hermès betroffen zu sein. Die Kaufzurückhaltung der Chinesen lässt das Unternehmen weitgehend unberührt. Der französische Konzern konnte seinen Umsatz in der Asien-Pazifik Region exklusive Japan um 7% steigern, trotz der Schwierigkeiten in Hong Kong und Macau. Seinen operativen Gewinn konnte das Unternehmen um 20% steigern. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr wurden aber auch für Hermès aufgrund der Wechselkursschwankungen gesenkt. Seine Strategie um dem entgegenzuwirken besteht aus zwei Teilen. Zum einen investiert das Unternehmen stark in die eigene Marke. Zusätzlich setzt es auf die Zweitmarke Shong Xia, die sich besonders durch schlichte und hochwertige Produkte auszeichnet. Zudem unterscheidet Hermès sich in seiner Unternehmensstrategie von einigen anderen Marken der Luxusbranche. Anstatt die Produktionsstätten nach Asien auszulagern, wie viele seiner Konkurrenten, produziert das Unternehmen immer noch einen Großteil in Frankreich. Der Konzern zeichnet sich durch „Qualität, handwerkliches Können und Tradition als Marketingstrategie" aus, sagt Philip Beil von Roland Berger. Dies könnte ihm im chinesischen Markt zugutekommen. Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.
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