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21.09.15, 10:00

DAX-Check: Kleben am Status quo

Nun hat die US-Notenbank auch die Börsianer hierzulande fast eine Woche lang in atemloser Spannung gehalten. Wenn man ehrlich ist, hätte die Fed im Grunde beschließen können, was sie will – niemals hätte sie es allen Akteuren recht machen können.
DAX-Check: Kleben am Status quo

Nun hat die US-Notenbank auch die Börsianer hierzulande fast eine Woche lang in atemloser Spannung gehalten. Wenn man ehrlich ist, hätte die Fed im Grunde beschließen können, was sie will – niemals hätte sie es allen Akteuren recht machen können. Am Ende hat sie das getan, was von der Mehrheit der Händler ohnehin erwartet wurde: Sie hat die erste Zinsanhebung seit der Finanzkrise vorerst auf Eis gelegt. Zufrieden sind jetzt trotzdem viele nicht, auch wenn das Gros der Ökonomen erleichtert reagiert hat. Denn diese hatten genauso wie die meisten Börsianer befürchtet, die ungünstige ökonomische Entwicklung in China könnte sich global auswirken. Warum sollten die Ökonomen in der USNotenbank das anders sehen? Dennoch wirft mancher Kommentator dem Offenmarktausschuss (FOMC) vor, er fände stets einen anderen Grund, die erste Zinsanhebung immer wieder zu verschieben. Manche Kritiker gehen sogar so weit, der Notenbank zu unterstellen, sie stütze mit ihrer Politik vor allen Dingen die US-Aktienmärkte, die sich im Gegensatz zu den chinesischen Festlandbörsen nicht in der Hand vieler Privatanlegern befinden. Sondern vor allem den so genannten Superreichen gehören, bei denen Aktien einen volkswirtschaftlich bedeutenden Anteil ihrer Portfolien ausmachen.

Tatsächlich dürften für die Entscheider innerhalb des FOMC das Risiko einer zu niedrigen Inflation sowie die teils unübersichtliche globale ökonomische Lage zu stark gewogen haben, als dass man sich zu einer ersten Zinsanhebung hätte durchringen können. Diese wäre nämlich gleichbedeutend mit der Entscheidung gewesen, die Phase der außergewöhnlich niedrigen Zinsen zu beenden. Und wie bei allen Entscheidungen ist die größte Sorge derjenigen, die sie zu treffen haben, dass man sie hinterher womöglich bereuen könnte. Diese so genannte Regret-Aversion ist bei einer führenden Notenbank, deren Entscheidungen mit einer hohen Selbstverpflichtung (Commitment) einhergehen, ganz besonders stark. Vor die Wahl gestellt, an einer jahrelangen Position festzuhalten oder sich für eine neue mit (möglicherweise zu stark) wahrgenommenen Risikofaktoren behaftete Strategie zu entscheiden, werden die meisten Menschen zum Erhalt des Status quo tendieren. Dies mag auch der Grund sein, weshalb manche Anleger zwar kurzfristig auf eine Erleichterungsrallye gesetzt haben, längerfristig jedoch feststellen müssen, dass die unangenehmen Unsicherheitsfaktoren an den Aktienmärkten für sie genauso wenig beseitigt sind wie für die FOMC-Mitglieder.

Und so bleibt der DAX verwundbar, zumal an der Unterseite lediglich eine gute Unterstützung bei 9.670/75 angezeigt wird. Eine erste Stabilisierung ist dagegen nunmehr bereits oberhalb von 10.375/80 Zählern möglich.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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