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Europa-Check: Auf der Suche nach Balance
Den August würden einige Fondsmanager am liebsten schnell vergessen, denn er war der schlechteste Börsenmonat seit vier Jahren. Kein Wunder also, dass der europäische Aktienmarkt Nettoabflüsse erfahren hat. Ein Umstand, der von Kommentatoren landläufig mit dem Begriff „Gewinnmitnahmen“ umschrieben wird. Tatsächlich dürfte es sich in diesem Falle aber eher um eine Flucht oder radikale Absicherung von Engagements gehandelt haben. Anders ist nicht zu erklären, warum die Volatilität auf das höchste Niveau seit 2008 gestiegen ist. Aber bald soll sich ja alles wieder normalisieren. Das behaupten zumindest zahlreiche Ökonomen. Aber einige Händler wollen sich durch solche Zuversicht nicht beschwichtigen lassen, zumal ausgerechnet jetzt der – statistisch gesehen – schwächste Börsenmonat begonnen hat. Dieser Umstand allein hielt in der vergangenen Woche den Optimismus der Akteure in Grenzen. Die erste Sitzung des EZB-Rats nach der Sommerpause konnte ebenfalls nur wenig zur Stimmungsaufhellung beitragen. Denn die Europäische Zentralbank zeigte sich besorgt, als es um globales Wirtschaftswachstum und Inflation ging. Beides erscheint der EZB-Führung als zu gering. Besonders die weiterhin sehr moderate Teuerung ist ihr ein Dorn im Auge. Dies hatte EZBChefvolkswirt Peter Praet bereits eine Woche vor der Ratssitzung angedeutet. Interessanterweise hatte im Gegensatz dazu die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am selben Tag vor übertriebenen Deflationsängsten gewarnt. Solche Töne hatten zu Jahresbeginn vor allem die Gegner der EZB-Lockerungsprogramme angeschlagen und behauptet, dass deflationäre Tendenzen nur kurzfristig aufflackern und sich bald schon verflüchtigen würden. Besonders gut in Erinnerung dürften in diesem Zusammenhang die Aussagen von Bundesbankpräsident Jens Weidmann geblieben sein, der sich mit seinen Inflations-Statements bei der Mehrheit des EZB-Rats nicht sonderlich beliebt gemacht hatte. Überraschenderweise lässt er die jüngste Entwicklung bislang unkommentiert. Das wirkt wie eine Bestätigung dafür, dass es sich bei der Deflationsgefahr um ein ernstzunehmendes Problem handelt, das nicht über Nacht verschwinden wird. Aktienanleger sehen das mittlerweile wohl ähnlich. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass Kurserholungen im Euro- Leitindex früh auf Verkäufer stoßen werden. Tatsächlich ging dem EURO STOXX 50 bereits kurz vor unserem 3.302er Stabilitätspunkt die Puste aus, doch hat der Index nur oberhalb dieser Marke eine Chance, seine jüngste Gegenbewegung bis 3.344, im besten Fall bis 3.423/28 Punkte auszuweiten. Aber solange er jene Schwelle nicht überschreitet, wird er anfällig für erneute Rückschläge bis 3.112 oder gar 2.973 bleiben. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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