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07.09.15, 10:45

DAX-Check: Die neue Angst vor geldpolitischer Straffung

Zwei Feiertage in China vor dem Wochenende mögen bei den Börsianern hierzulande für etwas Beruhigung gesorgt haben. Somit konnte man sich vollends auf den US-Arbeitsmarktbericht konzentrieren, von dessen Ergebnis man sich auch Rückschlüsse auf einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank versprach.
DAX-Check: Die neue Angst vor geldpolitischer Straffung

Zwei Feiertage in China vor dem Wochenende mögen bei den Börsianern hierzulande für etwas Beruhigung gesorgt haben. Somit konnte man sich vollends auf den US-Arbeitsmarktbericht konzentrieren, von dessen Ergebnis man sich auch Rückschlüsse auf einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank versprach. Interessant war in diesem Zusammenhang nicht nur die Prognose, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Nicht- Agrarbereich im August im Mittel um 220.000 ansteigen würde. Vielmehr wurde im Vorfeld mancherorts darauf hingewiesen, gerade die August-Prognosen der Ökonomen seien diesbezüglich seit Jahren mehrheitlich im Schnitt um 60.000 Stellen unterschritten worden. Und so stimmte auch das Wall Street Journal seine Leser darauf ein, sie sollten im Falle einer negativen Überraschung beim Arbeitsmarktbericht nicht in Panik verfallen, sondern die spätere Revision der Stellenzahlen abwarten. Letztere seien nämlich während der vergangenen Jahre fast durchweg später nach oben korrigiert worden. Abgesehen davon, dass diese Berichtigungen den Fed-Entscheidern erst Anfang Oktober zur Verfügung stehen werden, waren zumindest die Börsianer damit psychologisch auf der negativen Seite bereits fest verankert worden. Mit der Folge, dass am Ende selbst der vermeldete Stellenzuwachs von 173.000 noch als „normal“ und als weiteres Indiz für einen baldigen Zinsschritt wahrgenommen wurde. Ob nun dieser Wert auch die US-Notenbank tatsächlich dazu ermutigen wird, die Leitzinsen doch noch wider Erwarten bereits im September zu erhöhen?

Am Ende wird allerdings wohl kaum ein einzelner Arbeitsmarktbericht die Fed zum Handeln bewegen. Vielmehr dürfte die Entwicklung in China und an den aufstrebenden Märkten auch die Fed nicht unbeeindruckt gelassen haben. Denn die Kombination aus einem sich abschwächenden Wachstum mit der Abwertung der chinesischen Währung und dem Zusammenbruch des Ölpreises hat zu einem Rückgang der globalen Währungsreserven bei den Zentralbanken geführt. Dieser Rückgang – ausgehend von knapp 12 Billionen, von denen etwa ein Drittel allein auf China entfällt – um rund 500 Milliarden US-Dollar seit Mitte 2014 hat Befürchtungen aufkommen lassen, dass sich dieser Trend noch fortsetzen könnte. Dies hätte einen Anstieg der US-Anleiherenditen zur Folge, weshalb etwa die Deutsche Bank in einer neuen Studie sogar von einer möglichen quantitativen Straffung („Quantitative Tightening“, QT) spricht. Sollte sich diese Tendenz bewahrheiten, könnte dies die Zentralbanken der USA, Japans und Europas aus globaler Sicht langfristig daran hindern, ihre unkonventionelle Geldpolitik zu normalisieren.

Unterdessen hat sich der DAX immer noch nicht stabilisiert, könnte aber seine Position verbessern, wenn im Falle eines neuerlichen Rückschlags 9.850/55 gehalten wird. Unterhalb dieses Niveaus ist jedoch nur noch 9.530/35 als einziges gutes Nachfrageniveau vor neuen Jahrestiefs angezeigt. Ansonsten bleibt der Stabilisierungspunkt bei 10.575/80 Zählern.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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