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DAX-Check: Interventionen ohne spürbare Wirkung
Wenn sich dieser Tage vor allem Privatinvestoren nervös die Frage stellen, wie weit es dennoch mit dem Börsenbarometer nach unten gehen könne, zeigt dies zweierlei. Zum einen, dass für viele Akteure von der Performance ihrer bullishen Engagements seit Jahresbeginn von einst mehr als 25 Prozent (Buch)- gewinn nur noch wenig übrig geblieben ist. Zum anderen, dass man – im Gegensatz zu früheren stärkeren DAX-Korrekturen – nun nicht mehr bereit ist, noch einmal zu vermeintlich günstigen Kursen einzusteigen. Denn im Gegensatz zur Griechenland- Krise, über die die meisten Marktteilnehmer ohnehin die Kontrolle zu haben glaubten, schon weil sie mehrheitlich von einer Rettung der Hellenen ausgingen, scheint ihnen im Falle Chinas und der Emerging Markets diese Gelassenheit abhandengekommen zu sein. Hier tun sich mit einem mal Kontrolldefizite auf, nicht einmal in erster Linie wegen der dortigen Konjunkturprobleme. Vielmehr ist es die interventionistische Politik der chinesischen Zentralbank, auf die sich die Akteure hierzulande bis zuletzt noch verlassen hatten, in der Überzeugung, wenn es um den chinesischen Aktienmarkt nicht gut bestellt sei, würde die Zentralbank durch Aktienkäufe und die Kriminalisierung von Leerverkäufen auf jeden Fall größere Kursstürze verhindern. Doch nun ist etwa der Shanghai Composite Index trotz dieser Interventionen wieder in der Nähe der Korrekturtiefs dieses Jahres angelangt. Tatsächlich befinden sich Chinas politische Entscheider seit einigen Monaten im Krisenmodus. Ein Stimulusprogramm jagt das andere: Zinssenkungen, quantitative und regulatorische Lockerungen und zuletzt die Abwertung der chinesischen Währung gehören zu diesen Maßnahmen, so als versuche die Zentralbank, koste es, was es wolle, jeden Pfeiler ihres Finanzsystems eiligst zu stützen. Sieben Monate ist es gerade einmal her, dass die Schweizerische Nationalbank ihre über Jahre hinweg erfolgreiche Strategie, mit massiven Interventionen einen Anstieg des Schweizer Franken zu verhindern, schlagartig aufgeben musste. Nun ist China nicht die Schweiz, aber die Anleger haben sich mancherorts – auch wegen der bisweilen undurchsichtigen Datenlage hinsichtlich der chinesischen Wirtschaft – auf die Eingriffe der People’s Bank of China verlassen. Gut möglich, dass jetzt Zweifel aufgekommen sind, die Zentralbank könne es wohl doch nicht in jedem Falle richten. Denn gerade in den Finanzmärkten lassen sich nicht alle Löcher gleichzeitig flicken. Es ist dieses psychologische Kontrolldefizit, das hierzulande die Anleger verunsichert hat. Der DAX bleibt demnach im Abwärtstrend gefangen, der nun zunächst bis zur wichtigen 9.855/60er Marke, aber nach deren Versagen auch noch tiefer reichen kann. Auf der anderen Seite ist der erste kurzfristige Stabilisierungspunkt dagegen weit entfernt bei 10.550. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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