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Markt-Check: Lösung im griechischen Schuldendrama?
rückBlick: Unsicherheit führt zu Turbulenzen Als erstes Industrieland hat Griechenland eine Zahlungsfrist an den IWF (Internationaler Währungsfonds) verstreichen lassen und die fällige Rate von 1,5 Mrd. Euro nicht zurückgezahlt. Zudem ist am 30. Juni das zweite Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen. Das von der Staatspleite bedrohte Land, das gemessen am BIP die höchste Verschuldung in der Eurozone aufweist, konnte sich zuvor nicht mit den Gläubigern im Schuldenstreit einigen. Nachdem die griechische Regierung am vergangenen Wochenende überraschend eine Volksabstimmung über die Reformvorschläge der Gläubiger für den 5. Juli angekündigt hatte, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die daraus resultierende Unsicherheit führte zum Wochenauftakt zu einigen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Während das Thema Griechenland damit weiterhin vor allem die Schlagzeilen beherrscht, gab es zuletzt aber auch andere zu beachtende Entwicklungen. Im Mai haben die Verbraucherpreise in der Eurozone erstmals seit November 2014 wieder angezogen und die jährliche Teuerungsrate lag bei 0,3 %. Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint somit Wirkung zu zeigen. Allerdings geht sie davon aus, dass die Teuerungsrate noch geraume Zeit deutlich unter ihrem angestrebten Ziel von knapp 2 % liegen dürfte. Daher betonte Mario Draghi nach der EZB-Sitzung Anfang Juni, dass es keine Pläne gibt, das derzeitige Wertpapierkaufprogramm früher als geplant zu drosseln oder zu beenden. Bezüglich des umstrittenen Ankaufs von Staatsanleihen bekam die EZB zudem Rückendeckung vom Europäischen Gerichtshof (EuGH). Er hatte das Kaufprogramm als grundsätzlich für rechtens erklärt. Aufschwung auf breiterer Basis Erste positive Auswirkungen der Maßnahmen der EZB auf die Wirtschaft der Eurozone scheint es jedoch zu geben. Stützende Impulse gehen beispielsweise vom deutlich abgewerteten Euro sowie den günstigen Finanzierungsbedingungen aus. Darauf verweist auch die Bundesbank. Ihrer Ansicht nach hat sich die konjunkturelle Erholung in der Eurozone im Winterhalbjahr 2014/15 ein Stück weit gefestigt. Sie hob zudem die Reformen der vergangenen Jahre in einigen Ländern hervor, die nun Wirkung zeigten. Die wirtschaftliche Erholung scheint zudem auf einer breiteren Basis zu stehen. Erstmals seit 2010 trugen mit Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden alle der fünf größten Volkswirtschaften des Währungsraums zum Aufschwung im ersten Quartal bei. Bundesbank hebt Wachstumsprognose an Die positive konjunkturelle Entwicklung könnte sich fortsetzen. Dafür spricht der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone. Er hatte sich im Juni erneut verbessert und ein 49-Monats-Hoch erreicht. In Deutschland haben sich die Konjunkturperspektiven gemessen am ifo-Geschäftsklimaindex zuletzt allerdings etwas eingetrübt. Der Frühindikator war im Juni das zweite Mal in Folge gesunken. Er liegt jedoch nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau. Zuletzt hatte zudem die Bundesbank ihre halbjährlichen Wachstumsprognosen für 2015 und 2016 deutlich angehoben. Im laufenden Jahr geht sie nun von einem BIP-Plus von 1,7 % aus. Bislang hatte sie ein Wachstum von 1 % erwartet. Impulse kommen ihrer Einschätzung nach vor allem vom außerordentlich günstigen Konsumklima, das wiederum von der sehr guten Arbeitsmarktlage profitiert. ausBlick: Yellen erwartet moderates Tempo Eher durchwachsen fielen zuletzt weiterhin die Konjunkturdaten aus den USA aus. Im ersten Quartal war dort das BIP sogar rückläufig, wenn auch nicht ganz so stark wie zwischenzeitlich geschätzt. Die US-Notenbank (Fed) hat ihre Wachstumsprognose für 2015 von bislang 2,3 bis 2,7 % auf 1,8 bis 2,0 % gesenkt. Gleichzeitig hält sie sich bezüglich des Zeitpunkts der Zinswende weiterhin bedeckt. Fed-Chefin Janet Yellen betonte, dass es nicht wichtig ist, wann es erstmals zu einem Zinsschritt kommt, sondern mit welchem Tempo die Leitzinsen nach einer ersten Anhebung erhöht würden. Und diesbezüglich sprach sie von einem wahrscheinlich moderaten Tempo, sodass die Geldpolitik auch nach der lang erwarteten Zinswende locker bleiben werde. Firmen im Blickpunkt In den nächsten Wochen werden wieder die Unternehmen stärker im Fokus der Anleger stehen. Die Berichtssaison für das zweite Quartal hat begonnen. In den USA wurden die Erwartungen in den vergangenen Wochen dabei deutlich nach unten korrigiert. Bei den Werten des S&P 500® gehen die durchschnittlichen Prognosen von einem kräftigen Gewinnrückgang aus. In der Eurozone scheinen die Perspektiven besser zu sein. Bei den stark exportorientierten Firmen sollte zudem der relativ schwache Euro förderlich gewesen sein. Die Griechenland-Frage Kommt es doch noch zu einer Lösung im griechischen Schuldenstreit? Beide Parteien waren zuletzt bemüht, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Griechenland hatte um ein neues, drittes Hilfsprogramm im Rahmen des Euro-Rettungsschirms ESM (European Stability Mechanism) gebeten und möche zudem einen Schuldenschnitt. Die Gläubiger erwarten unterdessen ausreichende Spar- und Reformvorschläge. Ob sich die Parteien doch noch einigen, welches Ergebnis das angekündigte Referendum bringen wird und wie die Märkte darauf reagieren werden, bleibt abzuwarten. |
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