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29.06.15, 10:00

DAX-Check: Kompromiss oder Kapitulation?

Den meisten Börsianern mag die Griechenland-Krise vorkommen wie ein Fußballspiel, dessen Endstand auch nach der x-ten Verlängerung noch nicht feststeht. Genau dieses Hinausschieben und Verlängern von Fristen, Deadlines und Ultimaten müsste die Börsianer doch eigentlich zermürben.
DAX-Check: Kompromiss oder Kapitulation?

Den meisten Börsianern mag die Griechenland-Krise vorkommen wie ein Fußballspiel, dessen Endstand auch nach der x-ten Verlängerung noch nicht feststeht. Genau dieses Hinausschieben und Verlängern von Fristen, Deadlines und Ultimaten müsste die Börsianer doch eigentlich zermürben. Tatsächlich scheinen sie sich aber mittlerweile an diesen Zustand gewöhnt zu haben. So spiegeln die jüngsten überwiegenden Long-Positionierungen keinerlei Aufregung wieder. Lediglich vor Wochenenden tritt – wenn auch mit nachlassender Intensität – eine gewisse Risikoaversion bei den Akteuren ein. Aber egal, wie es um die attische Krise steht: Festzuhalten ist, dass sich der DAX während der vergangenen beiden Wochen ausgesprochen robust gezeigt hat. Trotz ständig wechselnder Schlagzeilen über eine anstehende Lösung des Dramas oder deren Dementi.

Unabhängig davon, ob es nun einen Kompromiss in der Griechenland- Krise geben wird oder nicht, steckt der “Euro-Karren“, wie die Börsenzeitung unlängst treffend kommentierte, „im Dreck“ fest. Und das hat zu einem nicht unwesentlichen Anteil psychologische Gründe. Denn bei der griechischen Verschuldung handelt es sich um ein eskalierendes Commitment der Gläubiger. Seit mehr als fünf Jahren erhöhen diese trotz offenkundiger Verluste sukzessive ihren Einsatz. Dies gilt auch für die Europäische Zentralbank, die mit den mittlerweile auf knapp 90 Milliarden Euro hochgeschraubten ELA-Notfallkrediten ebenfalls ihr Engagement immer wieder erhöhte. Bei einem Börsianer würde man von einem „Hinzumischen“ zu einer Verlustposition sprechen, getragen von der Absicht, heil aus der Schieflage herauszukommen. Genau dies ist in Hinblick auf Griechenland jedoch extrem unwahrscheinlich. Insofern dürfte ein neuer Kompromiss die bereits bestehenden materiellen Buchverluste der Gläubiger höchstwahrscheinlich noch erhöhen. Verluste, die man um keinen Preis realisieren möchte, was dazu führt, dass sämtliche Entscheidungen im Lichte dieser Verluste gefällt werden. Mit anderen Worten: Die Entscheider sind an ihre Engagements gefesselt und damit kaum imstande, einen Ausweg aus ihrer Zwangslage zu finden. Aber die Alternative zum Kompromiss wäre die Kapitulation, die, nachdem die Finanzminister der Eurogruppe am Wochenende das Aus des Hilfsprogramms angekündigt haben, näher gerückt zu sein scheint. Doch solange es nur ein Fünkchen Hoffnung gibt, wird man sicher alles versuchen, einen Abbruch des Unternehmens zu vermeiden. Darauf hatten die heimischen Börsianer ebenso wie Investoren aus dem außereuropäischen Ausland zumindest bis zum Wochenende gesetzt.

Auch wenn sich der DAX zuletzt robust zeigte, hat er seinen Stabilisierungspunkt bei nunmehr 11.630/35 Zählern (auch ein Auslöser für Kurssteigerungen) nicht überwinden können. Die Nachfrageseite wird zunächst nur durch eine kritische Unterstützung bei 11.110/20 Punkten geschützt und ist darunter jedoch bis 10.590/600 bzw. 10.430 offen.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.


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