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05.06.15, 10:15

Markt-Check: Eurozone wächst stärker als US-Wirtschaft

Die Rally an den europäischen Aktien- und Anleihemärkten wurde Mitte April abrupt unterbrochen. Die Kurse korrigierten und die Volatilitäten zogen spürbar an. Trotz einer insgesamt gut verlaufenden Berichtssaison gab es am Aktienmarkt keine neuen Käufer, was Gewinnmitnahmen auslöste.

Markt-Check: Eurozone wächst stärker als US-Wirtschaft

rückBlick: Anleiherenditen ziehen an
Die Rally an den europäischen Aktien- und Anleihemärkten wurde Mitte April abrupt unterbrochen. Die Kurse korrigierten und die Volatilitäten zogen spürbar an. Trotz einer insgesamt gut verlaufenden Berichtssaison gab es am Aktienmarkt keine neuen Käufer, was Gewinnmitnahmen auslöste. Hinzu gesellten sich mit dem wieder erstarkten Euro sowie den steigenden Ölpreisen weitere mögliche Belastungsfaktoren. Der DAX® verlor von seinem Allzeithoch im April in der Spitze fast 10 %. Während Korrekturen in solchem Ausmaß am Aktienmarkt zwar nicht die Regel, aber eben auch nicht unüblich sind, überraschten die deutlichen Kursverluste bei den Anleihen umso mehr. Die Rückgänge führten im Umkehrschluss zu einem relativ deutlichen Anstieg der Renditen. Zum Beispiel hatte die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen von ihrem Tief bei unter 0,05 % binnen zwei Wochen auf fast 0,8 % angezogen. Sie erreichte damit den höchsten Wert seit November 2014. Im historischen Kontext war das erreichte Niveau zwar immer noch äußerst gering, die deutlichen Renditesprünge überraschten dennoch. Vor allem vor dem Hintergrund der im März gestarteten massiven Staatsanleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB), die zunächst zu weiteren Rückgängen der Renditen geführt haben. Durch die Anstiege liegen sie nun jedoch wieder deutlich über den Niveaus, die sie vor dem Start der Anleihekäufe markiert hatten. Die Maßnahmen der EZB, das allgemeine Zinsniveau weiter zu drücken, verpufften somit erst einmal.

Wachstum in Südeuropa zieht an
Allerdings könnte die bereits seit längerem verfolgte Strategie einer sehr expansiven Geldpolitik zu positiven konjunkturellen Impulsen geführt haben. Die Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal offenbarten vor allem in einigen Ländern Südeuropas positive Tendenzen. Besonders kräftig florierte die spanische Wirtschaft. Sie verzeichnet den stärksten BIP-Anstieg seit dem ersten Quartal 2007. Überraschend stark präsentierte sich ferner das französische BIP, das nach der Stagnation Ende 2014 nun so stark wuchs wie seit dem zweiten Quartal 2013 nicht mehr. Fortschritte gab es auch in Italien, das das kräftigste Plus seit dem ersten Quartal 2011 schaffte.

Deutschland mit geringerem Tempo
In Deutschland nahm die Wachstumsdynamik dagegen von 0,7 % zum Jahresende 2014 auf 0,3 % ab. Positive Impulse kamen insbesondere aus dem Inland. Zum einen hatten private Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben erhöht. Zum anderen legten die Investitionen zu. Einen dämpfenden Effekt auf das Wirtschaftswachstum hatte indes der Außenhandel. Hier hatten die Importe deutlich stärker zugelegt als die Exporte. Trotz der kleinen Wachstumsdelle in Deutschland sowie rezessiver Entwicklungen in Griechenland und Finnland zog das BIP-Wachstum in der Eurozone erneut an und erreichte mit 0,4 % den höchsten Wert seit dem zweiten Quartal 2013. Das Plus lag damit über dem Wirtschaftswachstum in den USA, das im ersten Quartal nicht über einen Anstieg von 0,06 % zum Vorquartal hinauskam und damit faktisch stagnierte.

ausBlick: Kein US-Zinsschritt im Juni
Die zuletzt meist schwächeren US-Konjunkturdaten sorgen für anhaltende Unsicherheit bezüglich des Zeitpunkts der Zinswende. Auch weil die US-Notenbank (Fed) nach ihrer Sitzung im April erneut keine konkreten Hinweise gab und sich sämtliche Optionen offenließ. Das im Mai veröffentlichte Sitzungsprotokoll bestätigte zudem die sich an den Finanzmärkten zuletzt verstärkende Annahme, dass es erst im Herbst oder zum Jahresende zu einer ersten Anhebung der Leitzinsen kommt. Demnach halten es viele Fed-Mitglieder für unwahrscheinlich, dass die US-Wirtschaft stark genug für eine Zinserhöhung im Juni ist. Die meisten zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass die wirtschaftliche Schwächephase zu Jahresbeginn nicht von Dauer sein wird. Entsprechend dürften die weiteren US-Konjunkturdaten an den Märkten für anhaltende Diskussionen über den Zeitpunkt der Zinswende sorgen. Fed-Chefin Janet Yellen warnte unterdessen vor einer Überhitzung an den Aktienmärkten. Sie sprach von gegenwärtig allgemein ziemlich hohen Kursen, was Gefahren berge.

Deutsche Verbraucher als größte Stütze
Die deutsche Wirtschaft wird in den nächsten Monaten nach Einschätzung der Bundesbank weiter wachsen. Größte Stütze dürfte dabei nach wie vor der private Konsum sein. In der deutschen Industrie dürfte das Wachstum indes eher schleppend verlaufen. Gleichwohl sei die konjunkturelle Aufwärtsbewegung intakt und im Umfeld einer sich festigenden Weltkonjunktur und eines vergleichsweise niedrigen Euro-Kurses könnten sich bald auch neue Exportchancen eröffnen.

EZB zieht Käufe vor
Wegen der saisonal geringeren Handelsaktivität in den Sommermonaten und der erhöhten Marktschwankungen will die EZB einen Teil ihrer Wertpapierkäufe in die Monate Mai und Juni vorziehen, um im Durchschnitt die monatlich anvisierten 60 Mrd. Euro zu erreichen. EZB-Direktor Benoît Coeuré erläuterte außerdem, dass die Käufe auch nach der Ferienzeit im September etwas höher ausfallen könnten, falls nötig.
Weiterhin ein Thema an den Finanzmärkten dürfte das Griechenland-Drama bleiben. Außerdem könnte in den nächsten Wochen die politische Unsicherheit in Spanien und Portugal wegen der im vierten Quartal stattfindenden Parlamentswahlen zunehmen. Als potenzieller Belastungsfaktor gilt eine Abkehr vom eingeschlagenen Reformkurs.

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