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19.05.15, 10:45

Europa-Check: Hoch, aber fair

Mitten im üblichen Hickhack, das nach wie vor um die finanzielle Lage Griechenlands ausgetragen wird, haben sich in der vergangenen Woche erneut ein paar Notenbanker zu Wort gemeldet. Dabei fiel auf, dass Bundesbank-Chef Jens Weidmann gewohnt kritische Töne anschlug, der Präsident der EZB, Mario Draghi, seine Ansichten hingegen etwas dezenter formulierte.

Europa-Check: Hoch, aber fair

Mitten im üblichen Hickhack, das nach wie vor um die finanzielle Lage Griechenlands ausgetragen wird, haben sich in der vergangenen Woche erneut ein paar Notenbanker zu Wort gemeldet. Dabei fiel auf, dass Bundesbank-Chef Jens Weidmann gewohnt kritische Töne anschlug, der Präsident der EZB, Mario Draghi, seine Ansichten hingegen etwas dezenter formulierte. Weidmann beteuert weiterhin energisch, dass sich niemand vor Deflationsrisiken im Euroraum fürchten müsse. Für ihn sind diese praktisch nicht existent. Auch konnte er sich mit Unmutsäußerungen über eine monetäre Staatsfinanzierung auf Umwegen nicht zurückhalten und rügte offen die jüngsten Aufstockungen der sogenannten ELA-Kredite der EZB für griechische Kreditinstitute. An Mario Draghi schien das aber abzuperlen. Er beschränkte sich darauf, die im März angestoßenen Anleihekäufe zu verteidigen. Gleichzeitig erteilte er einer vorzeitigen Einstellung dieser Aktivitäten, wie sie immer wieder angeregt wird, eine klare Absage. Die jüngste Stagnation der Euro-Inflationsrate sei jedenfalls kein Grund, das gerade erst eingeführte Programm vorzeitig zu beenden. Trotz dieser klaren Bekundung fiel auf, dass Draghi nicht mehr ganz so energisch wie bei seiner legendären „Whatever-it-takes“ (was immer auch nötig sei) Verteidigungsrede für den Euro klang. Diesmal beschränkte er sich bei den Anleihekäufen auf ein gemäßigtes „So lange wie nötig“.

„So lange wie möglich“ scheint hingegen das Credo von Griechenlands Finanzminister, Yanis Varoufakis, zu sein. Zumindest, wenn es um das Festsetzen neuer Rückzahlungsfristen offener Staatsschulden geht. Die Fälligkeiten hellenischer Anleihen sollten am besten in die „ferne Zukunft“ verschoben werden, schlug er vor. Dass dieser Wunsch bei Gläubigern und Investoren wenig Anklang findet, braucht wohl nicht betont zu werden. Aber erstaunlicherweise reagieren Marktteilnehmer in diesen Tagen sehr gelassen auf solche Botschaften. Vom Aktienkauf hält sie das jedenfalls nicht mehr ab. Genauso wenig wie die Crash- Warnungen, die zahlreiche Analysten in den vergangenen Wochen ausriefen. Die Boston-Consulting-Group hat in einer globalen Umfrage unter 700 Investoren sogar herausgefunden, dass 60 Prozent der Befragten das aktuelle Bewertungsniveau der Aktienmärkte für fair halten.

Dies passt zu unserer These, dass Anleger bei der jüngsten Korrekturphase zugegriffen haben. Zu einer Stabilisierung des Euro-Leitindex haben diese Käufe allerdings noch nicht geführt. Hierzu muss nach wie vor erst die 3.734er Hürde gemeistert werden. Beachtung findet weiterhin unsere 3.489er Unterstützung, da diese bislang einen zweiten Korrekturast zu verhindern wusste.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.



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