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30.04.15, 12:00

Markt-Check: US-Notenbank macht Weg für höhere Zinsen frei

Der deutsche Aktienmarkt ist weiterhin im Hausse-Modus. Im ersten Quartal verzeichnete der DAX® den stärksten Anstieg seit dem zweiten Quartal 2003. Gleichzeitig war es das drittbeste Quartalsergebnis überhaupt.

Markt-Check: US-Notenbank macht Weg für höhere Zinsen frei

rückBlick: Aufschwung am Arbeitsmarkt
Der deutsche Aktienmarkt ist weiterhin im Hausse-Modus. Im ersten Quartal verzeichnete der DAX® den stärksten Anstieg seit dem zweiten Quartal 2003. Gleichzeitig war es das drittbeste Quartalsergebnis überhaupt. Im April markierte der deutsche Leitindex trotz zwischenzeitlicher Rücksetzer neue Rekorde. Aber nicht nur an der Börse zeigte sich eine positive Entwicklung. Auch auf dem heimischen Arbeitsmarkt geht es aufgrund der guten konjunkturellen Lage weiterhin aufwärts. Im Februar erreichte die Zahl der Beschäftigten ein neues Allzeithoch. Gleichzeitig verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 6,8 %. Sie lag damit auf dem niedrigsten Niveau seit 24 Jahren.

Vorzeitiges Ende der Anleihekäufe möglich?
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das selbstgesteckte Ziel ihres Wertpapierankaufprogramms im ersten Monat seit Aktivierung erfüllt. Im März erwarb sie Staatsanleihen und andere Papiere im Umfang des anvisierten Volumens von 60 Mrd. Euro. Mit den Käufen will die Notenbank die Wachstumsschwäche bekämpfen und die aus ihrer Sicht zu geringe Teuerungsrate erhöhen. Terminiert ist das Programm bis mindestens September 2016. Allerdings gibt es bereits erste Stimmen, die ein vorzeitiges Ende nicht ausschließen. Sollte sich die Wirtschaft der Eurozone stärker erholen und die Inflation schneller wieder anziehen als gedacht, müsse der Kauf von Staatsanleihen überdacht und die Frage einer Anpassung des Programms gestellt werden, erläuterte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch. EZB-Chef Mario Draghi betonte nach der jüngsten Notenbanksitzung indes, dass die Wertpapierkäufe trotz erster Anzeichen einer konjunkturellen Erholung vollständig umgesetzt werden müssten, damit sie Wirkung zeigten. Die Käufe würden bis September 2016 durchgeführt – in jedem Fall aber, bis sich ein nachhaltiger Anstieg der Inflation einstelle, sagte er.

Anleiherenditen weiterhin unter Druck
Die Auswirkungen des EZB-Kaufprogramms sind unterdessen in unterschiedlichen Ausprägungen an den Finanzmärkten zu spüren. Es sorgt beispielsweise am Anleihenmarkt für Verzerrungen, da es dort die Kurse weiter in die Höhe treibt und damit die Renditen drückt. So fiel die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen jüngst unter 0,1 %. Sie markierte damit ein neues Allzeittief. Auch in anderen Ländern liegen die Zinsen für Staatsanleihen inzwischen teilweise im negativen Bereich. In der Schweiz rentieren Anleihen mit einer Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren im negativen Bereich. Allerdings muss man auch bei deutschen Anleihen bereits Restlaufzeiten von mindestens neun Jahren wählen, um überhaupt eine positive Rendite zu erzielen.

ausBlick: Berichtssaison gestartet
In den nächsten Wochen könnten verstärkt die Unternehmen im Fokus stehen. Zum einen dreht sich das Übernahmekarussell wieder recht schnell. Insbesondere in den Bereichen Öl/Gas sowie Pharma/ Biotech gab es zuletzt einige neue Milliardendeals. Zum anderen hat die Berichtssaison für das erste Quartal 2015 begonnen. Die Erwartungen an die Ergebnisse gehen diesseits und jenseits des Atlantiks auseinander. Bei den US-Firmen dürften die Stärke des US-Dollars, aber auch die möglicherweise schwächere konjunkturelle Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres belastende Faktoren gewesen sein. Sie führten im Quartalsverlauf bereits zu einer deutlichen Senkung der Gewinnprognosen. Bei den Werten des S&P 500® wird im Durchschnitt mit einem Rückgang gerechnet.

Schwacher Euro stützt
Bei den europäischen Unternehmen könnten indes die Währungsabwertungen insbesondere des Euro zum US-Dollar gestützt haben. Außerdem gab es eine robuste gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die sich fortsetzen könnte. Die Stimmung bei den Unternehmen der Eurozone gemessen am Einkaufsmanagerindex stabilisierte sich zuletzt, trotz eines leichten Rückgangs im April, immer deutlicher über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Zu der positiven Erwartungshaltung und den letzten Kursanstiegen trugen neben dem schwachen Euro auch die weiterhin niedrigen Energiepreise bei.

Fed-Mitglieder uneinig
An der Wall Street wird indes weiterhin darüber diskutiert und spekuliert, wann es zur Zinswende kommt. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank scheinen unterschiedlicher Meinung bezüglich des richtigen Zeitpunktes eines ersten Zinsschrittes zu sein. Die Finanzmärkte dürften daher, in der Hoffnung auf konkretere Hinweise, besonders auf die Fed-Sitzung am 28./29. April schauen.

Warnungen vom IWF
Unterdessen stimmte der IWF die Welt auf eine neue Zeitrechnung ein. Demnach werde das Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft in naher Zukunft nicht wieder auf das Niveau von vor der Finanzkrise zurückkehren. Laut IWF müssten daher Wachstumsbremsen gelockert werden, zum Beispiel durch strukturelle Reformen und Maßnahmen für mehr Innovationen und Produktivität. Gleichzeitig warnte der IWF vor der Gefahr einer neuen weltweiten Finanzkrise. Er verwies auf die zunehmenden Risiken für die globale Finanzstabilität. Neben diesen grundlegenden Faktoren könnte kurzfristig das Thema Griechenland die Märkte belasten. Die anhaltenden Diskussionen um die Zahlungsfähigkeit des Landes und die Frage, welche Konsequenzen ein mögliches Ausscheiden aus der Eurozone hätte, bleiben ein möglicher Unsicherheitsfaktor.

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